Historische Wurzeln in den 20er Jahren

"Gewiß ist die Händelopernbewegung trotz mancher unerfreulichen Begleiterscheinungen in dieser Zeit ... etwas Großes gewesen: eine idealistische Tat inmitten tiefster Erniedrigung und schwerer Not. " Rudolf Steglich

Akzente

In den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts fiel die Erinnerung an das Opernschaffen von Georg Friedrich Händel allseits auf fruchtbaren Boden - im Theater wie in der Musik. Inspirator der die ganz Deutschland erfassenden Händelbewegung war der Musikwissenschaftler Hermann Abert, Begründer der Halleschen Musikwissenschaft.
Die Opern- Bearbeitungen und -Aufführungen - mit denen der von Abert inspirierte und in Göttingen wirkende Kunstwissenschaftler Oskar Hagen die Barockoper dem Zeitgeschmack der 20er Jahre anpasste - waren maßstabsetzend für die Händelopern-Rezeption der Vorkriegszeit.

Selbst in den Kriegsjahren gelang es Händelenthusiasten, Theaterkünstlern und Musikwissenschaftlern immer wieder, Händels Werke zur Aufführung zu bringen.
Sporadische Händelfeste, Händel-Gedenktage u.a. in Göttingen, Hannover, Münster, Leipzig, Halle hielten stets das Interesse an Händels Musik wach.
Eine Kontinuität der Händelpflege aber war vor allem seit den letzten Jahren des Zweiten Weltkrieges nicht gewährleistet.
1948 fanden Händeltage der Stadt Halle vom 22. Februar bis 2. März in Halle statt.


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