Mut zum Aufbruch in den 80ern

Akzente

Neben vereinzelt herausragenden künstlerischen Glanzlichtern dokumentierten die 30. Händel-Festspiele vor allem den Stand des Erreichten:
Eine annähernd historisch getreue Musizierweise entsprach nunmehr dem Standard. Frauenbesetzungen oder der Einsatz von Countertenören in den ursprünglichen Kastratenpartien lagen im Bereich unwidersprochener Forderungen.

Auch im Bereich der Bühne erfolgte der Durchbruch zu einer nicht naturalistischen Theaterästhetik.

Mit der Oper "Floridante" 1984 in der Inszenierung von Peter Konwitschny wurde im Opernbereich eine Tür aufgestoßen. Durch den Einzug des umstrittenen "Regietheaters" gerieten Halles Opernproduktionen wieder international ins Gespräch.

Im Zuge der groß angelegten und langfristig vorbereiteten "Bach-Händel-Schütz-Ehrung" im Jahre 1985 erfolgte am 1. Oktober 1983 eine Zentralisierung durch die Gründung des Georg-Friedrich-Händel-Zentrums in Halle. U.a. erfuhr das Händel-Haus eine Rekonstruktion und Erweiterung.

Anlässlich der 34. Händel-Festspiele ( 22.Februar bis 27. Februar 1985) wurden noch einmal alle künstlerischen Potenzen aktiviert, um diesen herausragenden Festspielen die internationale Leuchtkraft zu geben, die man sich erträumte.


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Georg Friedrich Händel