Halle 1952 - Geburt einer Festspielstadt

Händel - Fest 1952 verbunden mit einer Händelausstellung in der Zeit vom 5. - 13.Juli 1952

Programm

Ein Eröffnungskonzert im damaligen Theater des Friedens, Kammermusik in der Aula der Universität , Aufführungen von BELSAZAR, ACIS UND GALATEA und JUDAS MACCABAEUS, eine Orgelstunde, drei Inszenierungen von Händels Opern: AGRIPPINA, ALCINA und TAMERLAN, ein Chor- und Orchesterkonzert in der halleschen Galgenbergschlucht - mit abschließendem Feuerwerk -, ein Festgottedienst, Kranzniederlegung am Händeldenkmal mit Turmmusik von den Hausmannstürmen, zwei Händelvorträge, eine Händelausstellung, tägliche Führungen durch das Händel-Haus, Stadtführungen ...

Unter den Mitwirkenden klangvolle Namen wie Franz Konwitschny, Günther Ramin, Max Schneider , Walther Serauky u.a. - "Halle muss eine Händelstadt werden!"

Akzente

Enthusiasmiert vom Gedanken, Händels Geburtsstadt zu einer deutschlandweit wirkenden Händel-Festspiel-Stadt zu entwickeln und inspiriert von der Händelwelle der 20er Jahre des Jahrhunderts, beginnt in Halle eine Händelrenaissance, die an Umfang, Konsequenz und Kontinuität neuartig und beispielgebend ist.Ein Schwerpunkt der ersten Jahre lag auf dem Händelschen Opernschaffen.

Die Interpreten verfolgten das Ziel, die Opern Händels für das moderne Musiktheater zu gewinnen und sie einem breiten Publikum zu erschließen.

"Es ist notwendig, Händel endlich als den anzuerkennen, der er wirklich war: Der große deutsche Opernmeister, der den größten Teil seines Lebens dem Opernschaffen widmete."
Horst-Tanu Margraf

"Händel-Stadt Halle ... Es ist junger Ruhm für die so regsame mitteldeutsche Großstadt. Aber die Voraussetzungen für eine Händelpflege, die wirklich zu neuen wissenschaftlichen und musikpraktischen Zielen vorstößt, sind vorhanden..."
Die Weltbühne VIII / 25 24.6.1953

"...Nach wiederholtem Szenenapplaus brach sich am Ende ein Jubelbeifall sondergleichen Bahn und zeitigte Vorhänge in unbestimmbarer Zahl, womit nicht allein die Darbietenden, sondern auch das Werk unseres Georg Friedrich Händel emphatisch gefeiert wurde, an dessen Lebensfähigkeit - eine solche Wiedergabe vorausgesetzt - wohl niemand mehr zweifeln dürfte..."
Liberal Demokratische Zeitung Halle vom 16. Juli 1952 Nr. 125

 

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Georg Friedrich Händel