Wendezeit

"Es bedeutet für mich eine außerordentliche Freude, die Eröffnung der 40. Händel-Festspiele in meiner Heimatstadt Halle zum ersten Mal im vereinigten Deutschland miterleben zu dürfen.", Hans-Dietrich Genscher

Akzente

Das, was die Händel-Festspiele im Laufe ihrer wechselvollen Geschichte getragen und begleitet hatte: das persönliche Engagement, die Begeisterung und der unbeugsame Wille, Händels Musik als Hoffnungsträger und als zündenden Funken in der gegenwärtigen Kunst lebendig werden zu lassen, das bestätigte sich auch nach der "Wende".
Allen bangen Fragen und Zweifeln zum Trotz: Die Händel-Festspiele in Halle gingen nahtlos in die "neue Zeit" über.

Aus dem Umbruch ergaben sich u.a.:
Die Auflösung des Georg-Friedrich - Händel-Zentrums
Die Gründung eines Programmbeirates
Die Bildung des Fördervereins für die Festspiele und für das Händel-Haus. Die Landesregierung übernimmt die Hälfte des Etats, die andere Hälfte trägt der Veranstalter, die Stadt Halle. Private Sponsoren und Förderinstitute (Ständige Konferenz Mitteldeutsche Barockmusik e.V.) unterstützen die traditionsreichen Händel-Festspiele ebenso wie Freunde und Kollegen des In- und Auslandes. Die Kontakte zu den anderen Festspielorten Göttingen und Karlsruhe wurden intensiviert. Auch auf künstlerischem Gebiet erfolgten Öffnung und Anschluss an die Welt.

Der erste Händelpreis der Neuzeit ging 1993 an den künstlerischen Leiter der Göttinger Händelfestspiele Nicholas McGegan.
Das Landestheater Halle avanciert unter seinem Intendanten Klaus Froboese 1991 zum Opernhaus.
Die Festspiele werden 1999 auf jeweils 10 Tage erweitert.


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