Das, was die Händel-Festspiele im Laufe ihrer wechselvollen
Geschichte getragen und begleitet hatte: das persönliche
Engagement, die Begeisterung und der unbeugsame Wille, Händels
Musik als Hoffnungsträger und als zündenden Funken in der
gegenwärtigen Kunst lebendig werden zu lassen, das bestätigte sich
auch nach der "Wende".
Allen bangen Fragen und Zweifeln zum Trotz: Die
Händel-Festspiele in Halle gingen nahtlos in die "neue Zeit" über.
Aus dem Umbruch ergaben sich u.a.:
Die Auflösung des Georg-Friedrich - Händel-Zentrums
Die Gründung eines Programmbeirates
Die Bildung des Fördervereins für die Festspiele und für das
Händel-Haus. Die Landesregierung übernimmt die Hälfte des Etats,
die andere Hälfte trägt der Veranstalter, die Stadt Halle. Private
Sponsoren und Förderinstitute (Ständige Konferenz Mitteldeutsche
Barockmusik e.V.) unterstützen die traditionsreichen
Händel-Festspiele ebenso wie Freunde und Kollegen des In- und
Auslandes. Die Kontakte zu den anderen Festspielorten Göttingen und
Karlsruhe wurden intensiviert. Auch auf künstlerischem Gebiet
erfolgten Öffnung und Anschluss an die Welt.
Der erste Händelpreis der Neuzeit ging 1993 an den
künstlerischen Leiter der Göttinger Händelfestspiele Nicholas
McGegan.
Das Landestheater Halle avanciert unter seinem Intendanten
Klaus Froboese 1991 zum Opernhaus.
Die Festspiele werden 1999 auf jeweils 10 Tage erweitert.


