Robert-Franz-Singakademie Halle
Einstudierung: Frank-Steffen Elster
Pauluschor Halle
Einstudierung: Andreas Mücksch
DAS PROGRAMM
Edward Elgar (1857–1934)
Cockaigne (In London Town)
Ouverture op. 40
Georg Friedrich Händel
Konzert für Orgel und Orchester op. 7 Nr. 1 B-Dur (Orgelkonzert Nr. 7) HWV 306
„Zadok the priest“ HWV 258
Coronation Anthem I für Georg II.
Text: 1. Buch der Könige (Kap. I, V.
38-40)
Georg Friedrich Händel
(Suite Nr. 2) Chaconne G-Dur mit 21 Variationen (Fassung IV) HWV 435
Gerald Finzi (1901-1956)
For St. Cecilia op. 30
Fest-Ode für Tenor, Chor und Orchester
Textdichter: Edmund Blunden
Georg Friedrich Händel
aus dem Oratorium Messiah HWV 56
„Halleluja“
Text: Charles Jennens (Offenbarung des Johannes 19:6, 11:15, 19:6)
aus Music for the Royal Fireworks HWV 351
La Réjouissance: Allegro – Bourrée – Ouverture: (Adagio)/Allegro/Lentement
Die Pianistin
Ragna Schirmer hat sich im Laufe ihrer Karriere einen erstklassigen Ruf erworben
und genießt heute höchste Anerkennung über die deutschen Grenzen hinaus. Dabei wird sie nicht
allein für ihr breit gefächertes Repertoire geschätzt, das von Bachs großen Klavierzyklen bis zu
zeitgenössischen Werken reicht. Gelobt wird die Pianistin auch für ihr dramaturgisches Feingefühl,
mit dem sie bekanntes Material in immer wieder neue, überraschende Zusammenhänge stellt, und für
ihre nuancierten Interpretationen, die Werke bis in die kleinsten Details ausleuchten. Diese
Qualität zeigte sich beispielhaft bei ihrer Gesamteinspielung von Georg Friedrich Händels
Klaviersuiten, mit der sie 2009 bewies, wie gut sich diese Stücke für ein modernes Instrument
eignen. Die Veröffentlichung im 250. Todesjahr des Komponisten trug ihr neben begeisterten
Rezensionen und wochenlanger Platzierung in den Klassik-Charts auch den zweiten ECHO Klassik ein.
Den ersten dieser Preise hatte sie schon 2003 für ein Doppelalbum mit Werken von Joseph Haydn
erhalten, nachdem bereits ihr CD-Debüt mit Bachs Goldberg-Variationen von der Zeitschrift
FonoForum mit einem Stern des Monats gewürdigt worden war. 2012 wurde im Rahmen der
Händel-Festspiele am 6. Juni Ragna Schirmer der Händel-Preis der Stadt Halle, vergeben durch die
Stiftung Händel-Haus, überreicht.
Peter Diebschlag begann mit seiner musikalischen Ausbildung als Mitglied der
Trierer Sängerknaben und des Extrachores des Stadttheaters Trier. Er studierte an der Hochschule
für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Leipzig und nimmt seit 2004
Gesangsunterricht bei Heinrich Lüneburg in München.
Er trat mehrmals als Gast in der Oper Leipzig, am Theater Freiberg und an die Oper Dortmund
auf. Von 2002 bis 2004 war er Ensemblemitglied des Anhaltischen Theaters Dessau und ist seit 2004
am Theater Magdeburg fest als lyrischer Tenor engagiert.
Neben der Oper begeistert er sich sehr für den Konzertgesang. Er ist bundesweit zu hören,
unter anderem bei dem Bachfest Leipzig, den Händel-Festspielen Halle, dem Thüringer
Orgelsommer, den Thüringer Bachwochen, den Festspielen Mecklenburg- Vorpommern und
den Magdeburger Telemannfesttagen. Dabei arbeitet er unter anderem mit dem
Gewandhausorchester, dem Thomanerchor, dem Orchester der Komischen Oper Berlin, dem
MDR-Rundfunkorchester, dem Händelfestspielorchester Halle, der Magdeburger- und der Anhaltischen
Philharmonie zusammen und wirkte bei verschiedenen Rundfunkproduktionen mit. 2002 gewann er den vom
Lions Club Leipzig neu ausgelobten „Albert- Lortzing-Wettbewerb“, 2004 erhielt er das Richard-
Wagner-Stipendium und 2009 den Förderpreis des Fördervereins des Theaters Magdeburg.
Die Robert-Franz-Singakademie wurde 1814 gegründet und ist nach der Berliner Singakademie eine der ältesten Chorvereinigungen dieser Art in Deutschland. Der Schwerpunkt des heute ca. 70 Sängerinnen und Sänger umfassenden Chores liegt in der Aufführung chorsinfonischer Werke. Die Robert-Franz-Singakademie ist seit 1953 mit der heutigen Staatskapelle Halle eng verbunden. Mit ihren traditionellen und überaus erfolgreichen Konzerten zur Passionszeit, zum Totensonntag, zur Weihnachtszeit und zum Jahreswechsel ist die Robert-Franz-Singakademie ein fester Bestandteil des halleschen Musiklebens. Die Robert-Franz-Singakademie wird von Frank-Steffen Elster geleitet.
Der Pauluschor Halle hat sich unter seinem Leiter Kirchenmusikdirektor Andreas Mücksch zu einem großen Oratorienchor mit ca. 140 Mitgliedern entwickelt. Seine Aufführungen in der Pauluskirche Halle sind mittlerweile weit über die Grenzen der Stadt Halle bekannt und erfreuen sich großer Beliebtheit. Der Laienchor bringt im Jahr vor allem Werke der Kirchenmusik zur Aufführung. In kleineren Besetzungen wirkt der Chor regelmäßig an der musikalischen Gestaltung von Gottesdiensten mit. Höhepunkte des Chores waren die Uraufführung des Oratoriums Salz der Erde von Thomas König (2006) und 2007 die Konzertreise nach Mailand.
Die
Staatskapelle Halle, durch den Zusammenschluss des Philharmonischen
Staatsorchesters Halle mit dem Orchester des Opernhauses Halle 2006 gegründet, spielt gleichermaßen
im Konzertsaal wie im Opernhaus und setzt die Tradition der ehemaligen Orchester mit ihrer bis ins
19. Jahrhundert zurückreichenden Geschichte fort.
Bedeutende Namen sind in ihre Chronik eingegangen, etwa Kurt Masur, Horst-Tanu Margraf, Klaus
Tennstedt, Olaf Koch, Christian Kluttig, Heribert Beissel, Roger Epple, Bernhard Klee, Wolf-Dieter
Hauschild und Klaus Weise, die teilweise über Jahre als Chefdirigenten am Pult standen. Seit April
2008 ist Karl-Heinz Steffens Generalmusikdirektor der Staatskapelle Halle.
Zu den herausragenden Konzertereignissen der letzten Jahre gehören der Mahler-Zyklus unter
Hartmut Haenchen, der Gershwin-Abend mit Wayne Marshall, das Konzert mit Daniel Barenboim am
Flügel, die konzertante Aufführung des I. Aktes von Wagners Walküre mit Angela Denoke, die Lyrische
Sinfonie Alexander von Zemlinskys mit Romelia Lichtenstein und Roman Trekel unter dem Dirigat von
Asher Fisch sowie die Konzerte mit Julien Salemkour und Michael Sanderling.
Gastspielreisen führten das Orchester nach Ravello, Perelada, Seoul, Brüssel, Strasbourg,
Innsbruck, Salzburg, Köln, Berlin-Hoppegarten, Karlsruhe und Göttingen sowie mehrfach zu den
Schlosskonzerten Neuschwanstein, in das Konzerthaus Berlin und die Berliner Philharmonie.
Jan Michael Horstmann ist seit März 2004 Generalmusikdirektor des
Mittelsächsischen Theaters Freiberg und künstlerischer Leiter der Mittelsächsischen Philharmonie.
Der 1968 in Frankfurt am Main geborene Sohn eines Schauspielers und einer Tänzerin ist als Dirigent
sehr eng mit dem Bühnengeschehen verbunden. Seit 1992 arbeitet er regelmäßig als Dirigent des
Tanztheaters Wuppertal mit Pina Bausch zusammen. Schon während des Dirigierstudiums an der
Hochschule für Musik und darstellende Kunst Hamburg bei Prof. Klauspeter Seibel ging er als
Kapellmeister an die Wuppertaler Bühnen. Von 1996-2004 war er stellvertretender GMD am Theater
Magdeburg. Gastspiele führten Jan Michael Horstmann unter anderem zum Orchester der Beethovenhalle
Bonn, dem Philharmonischen Staatsorchester Kassel, den Hamburger Symphonikern, ins Ausland ans
Teatro Real Madrid, das Edinburgh International Festival (Scottisch Chamber Orchestra), das Holland
Festival (Radio Chamber Orchestra Hilversum), zum Tokyo City Philharmonic Orchestra, ans Theatro
Municipal do Rio de Janeiro und das Theatro Nacional Claudio Santoro in Brasilia.
Mit der Mittelsächsischen Philharmonie gestaltet er vielfältige Konzertprogramme in
ungewöhnlichen Kombinationen, die von Bach bis Brubeck, von Zelenka bis Zimmermann reichen.
Regelmäßig tritt Jan Michael Horstmann auch als Liedbegleiter und Cembalist auf.
Karten: 35, Kinder 10 €


