Sonntag, 3. Juni 2012 15:00 Konzerthalle Ulrichskirche

Il Martirio di Santa Teodosia

Oratorium von Alessandro Scarlatti


Libretto: Verfasser unbekannt

DIE PERSONEN
Teodosia María Espada, Sopran
Decio  Carlos Mena, Alt
Arsenio Andrew Tortise, Tenor
Urbano Luigi de Donato, Bass

Al Ayre Español
Violine 1 Ander Berrojalbiz, José Manuel Navarro, Adriana Alcaide
Violine 2 José Manuel Navarro, Adriana Alcaide, Félix Ferrer
Viola   Pedro Luis Arteche, Galina Zinchenko
Violoncello James Bush, Miguel Ángel Aguiló
Violone Francisco Aguiló
Theorbe Juan Carlos de Mulder
Cembalo Carlos García Bernalt

Musikalische Leitung: Eduardo López Banzo (Cembalo)

Das Konzert wird von MDR Figaro aufgezeichnet und am 24. Juni, 19.30 Uhr, gesendet.

María Espada wurde in Mérida (Spanien) geboren, wo sie Gesang bei Mariana You-Chi studierte. Sie bekam ihren Abschluss am Konservatorium in Madrid, führte danach ihr Studium bei Alfredo Kraus an der „Reina Sofia“ Akademie für Musik fort.
Sie sang in zahlreichen Konzerten mit Orchestern wie dem Royal Concertgebouw Orchestra, Il Giardino Armonico, Venice Baroque Orchestra, Orchestra of the 18th Century, L’Orfeo Baroque Orchestra, der Niederländischen Radio-Kammerphilharmonie, Ricercar Consort, Al Ayre Español, La Risonanza, Helsinki Baroque Orchestra, Nacional Orchestra of Catalunya, Madrid Symphony Orchestra, Hungarian Radio Orchestra oder Seville Baroque Orchestra.
Gern gesehener Gats war sie im Konzerthaus Wien, der Berliner Philharmonie, dem Théâtre des Champs-Elysées Paris, Teatro Real Madrid, im Concertgebouw Amsterdam, Vredenburg  Utrecht, Santa Cecilia Rom, Auditorio Nacional Madrid, Palais des Beaux Arts Brüssel, Palau de la Música Catalana Barcelona, L’Auditori Barcelona, Maestranza Sevilla und Euskalduna Bilbao. In ihren Kammermusikkonzerten hat sie ein breit gefächertes Repertoire (für Gesang und Klavier oder kleine Ensembles) vom Barock bis zum 20. Jahrhundert.
Einspielungen liegen u. a. für Harmonia Mundi, Naxos, Glossa und Challenge vor.

Carlos Mena wurde 1971 in Vitoria-Gasteiz (Spanien) geboren. 1997 schloss er an der Schola Cantorum Basiliensis sein Studium der Renaissance- und Barockmusik ab. Carlos Mena singt als Solist regelmäßig mit verschiedenen Alte Musik-Formationen, die ihn durch ganz Europa, USA, Lateinamerika, Asien und Australien führen. 1997 sang Carlos Mena in Glucks Orfeo ed Euridice am Teatro Guaira in Brasilien. 2001 wirkte er in Rappresentazione di Anima e di Corpo von Emilio Cavalieri am Théâtre Royal de la Monnaie (Belgien) und 2002 in Radamisto von Händel an den Salzburger Festspielen, im Concertgebouw Amsterdam und im Musikverein Wien mit. Weiterhin war er in L’Orfeo bei den Innsbrucker Festwochen der Alten Musik in Koproduktion mit der Berliner Staatsoper Unter den Linden, in A Midsummer Night’s Dream von Britten am Teatro Real in Madrid, in Ascanio in Alba von  Mozart im Barbican Center London und in Bajazet von Vivaldi im Teatro Arriaga in Bilbao zu hören.
Seine vielseitige künstlerische Tätigkeit ist durch mehrere CD-Aufnahmen dokumentiert. Die CD De Aeternitate wurde mit dem Diapason D’Or de l’année 2002 ausgezeichnet. Daneben interessiert sich Carlos Mena auch für das Lied-Repertoire. Er sang u. a. in Werken von   Schumann, Schubert, Liszt, Strawinsky, Britten und Orff.

Der englische Tenor Andrew Tortise erhielt als Chorknabe an der Wells Cathedral schon früh eine profunde musikalische Ausbildung, ehe er sein reguläres Gesangsstudium am Trinity College in Cambridge absolvierte. 2004 gab er als Apollo in Händels Semele sein Operndebüt am Pariser Théâtre des Champs-Elysées, und schon im Jahr darauf folgte sein Einstand bei den Salzburger Festspielen, wo er den Marzio in Mozarts Mitridate gestaltete. Inzwischen erhielt Tortise Einladungen an die Opéra National de Lyon, das Théâtre Royal de la Monnaie in Brüssel, die Nederlandse Opera Amsterdam, die Welsh National Opera und zum Glyndebourne Festival.
Auf dem Konzertpodium war Andrew Tortise mit dem Philharmonia und dem London Symphony Orchestra unter Colin Davis zu erleben. Weiterhin wirkte er an verschiedenen Projekten von John Eliot Gardiner mit, interpretierte mit Richard Egarr und dem Orchestra of the Age of Enlightenment sowie mit dem Concert Spirituel und Hervé Niquet Händels Messiah und brachte mit Marc Minkowski Händels Acis and Galatea heraus.
Auch als Liedinterpret hat er auf sich aufmerksam gemacht, so etwa bei einem Rezital mit Malcolm Martineau im Rahmen des Aldeburgh Festivals. In der Saison 2011/12 trat Andrew Tortise u. a. am Royal Opera House in London auf. Mit dem Gabrieli Consort erarbeitet er Bachs Matthäus-Passion, mit dem Estnischen Philharmonischen Kammerchor Händels Saul, und mit dem Salzburger Mozarteumsorchester war er als Solist in Brittens Les Illuminations zu erleben.

Luigi De Donato wurde 1975 in Cosenza geboren. Er studierte Musik und Theater am Konservatorium „S. Giacomantonio“ seiner Heimatstadt.  Es folgten Meisterkurse mit Margaret Baker und Gianni Raimondi. 1999 gab er ein gefeiertes Debüt in der Rolle des Colas in Mozarts Bastien und Bastienne. Seitdem war er an vielen italienischen Häusern zu Gast wie dem Teatro La Fenice in Venedig oder dem Teatro Comunale in Florenz. In jüngerer Zeit trat er erfolgreich in Barockopern auf: Unter der Leitung von Attilio Cremonesi sang er am Grand Théâtre in Genf in Monteverdis Opern L’Orfeo, Il ritorno d’Ulisse in patria und L’incoronazione di Poppea. Er arbeitete u. a. mit den Ensembles Il Giardino Armonico (Festspielen Styriarte Graz), Il Complesso Barocco (Händel-Festspiele in Göttingen und Halle sowie Hannover), Les Talens Lyriques (Paris, Toulouse, Leipzig)
und Les Arts Florissants (Paris, London, New York, Caen, Geneva, Nancy,Luxembourg) zusammen. Seine Diskographie (ARTS, DVD Dynamic, Demonio, EMI-Virgin oder Opus Arte) ist umfangreich.


Eduardo López Banzo wurde 1961 in Saragossa geboren, studierte am dortigen  Konservatorium und später bei Gustav Leonhardt.  Seine Affinität zur selten gespielten Musik führte 1988 zur Gründung des Ensembles Al Ayre Español. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit ist die Erschließung des spanischen Barockrepertoires. Als Dirigent ist er bei zahlreichen Festivals augetreten. Eduardo López Banzo hat zahlreiche Werke für Rundfunk, Fernsehen sowie auf Cds eingespielt. Die Grundlage für die Arbeit von Al Ayre Español bilden seine eigenen Forschungen. So entdeckte er jüngst Werke des aus Aragonien stammenden Komponisten José de Nebra und stellte daraus ein Programm zusammen, das u. a. die herausragenden Visperas a la Virgen (1750) enthält. Auch die Wiederentdeckung der verschollen geglaubten Urfassung des Oratoriums von Scarlatti La Colpa, il Pentimento e la Grazia aus dem Jahr 1708 ist ihm zu verdanken.
Neben seiner Tätigkeit für Al Ayre Español wird Lopez Banzo häufig sowohl von Sinfonieorchestern als auch von Ensembles, die klassische Musik auf Originalinstrumenten pflegen, als Gastdirigent eingeladen. Lehraufträge für Orgel und Cembalo sowie Vorträge über die spanische Barockmusik führten López Banzo von Spanien auf den amerikanischen Kontinent, wo er an der Michigan University u. a. die erste auf den amerikanischen Kontinenten entstandene Oper La púrpura de la rosa von Tomás de Torrejon y Velasco (1701) dirigierte.

Das 1988 von Edduardo Lopez Banzo gegründete Ensemble Al Ayre Español erhielt in Anerkennung „seines Einsatzes für die Wiederbelebung der spanischen Barockmusik, seines internationalen Renommees und der Qualität seiner Darbietungen“ den Premio National de Música des spanischen Kulturministeriums. 2005 trat das Ensemble im Wiener Konzerthaus auf, gab sein New Yorker Debüt und im Amsterdamer Concertgebouw, schließlich ging mit María Bayo auf Tournee, die von Hamburg nach Madrid führte. In den nächsten Jahren folgten neben regelmäßigen Auftritten in Spanien Konzerte in Frankreich Poissy und Montpellier), in Brüssel, Gent, Berlin und Moskau, sowie eine USA-Tournee. Mit Werken von Händel und Nebra trat Al Ayre Español gemeinsam mit Collegium Vocale Gent 2007 in Metz und Lissabon auf. Zu den wichtigen Projekten der letzten Jahre gehörten die Aufführungen von Mozarts Così fan tutte in Bilbao Bachs Matthäus-Passion in Brüssel, Amadigi di Gaula im Théâtre des Champs-Elysées.
Zahlreiche Rundfunk- und Fernsehaufnahmen bei großen europäischen Sendern (BBC, Radio France, ORF, DeutschlandRadio, Süddeutscher Rundfunk oder MDR) sowie die vielfach ausgezeichneten CD-Einspielungen für die Labels Almaviva, Fidelio und Harmonia Mundi belegen den künstlerischen Anspruch das Ensembles und die Qualität dessen Aufführungen.

Karten: 30, 20, 15 €


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