DAS PROGRAMM
Georg Friedrich Händel (1685–1759)
aus dem Oratorium Theodora HWV 68
Libretto: Thomas Morell
Ouverture – Recitative „O bright example“ – Air „Bane of virtue“ –
Sinfonia – Recitative „The clouds begin to veil“ – Air „Defend her, Heav’n.”
Georg Friedrich Händel
Konzert Nr. 1 F-Dur (= Orgelkonzert Nr. 13) für Orgel und Orchester HWV 295
Antonio Vivaldi (1678–1741)
„Invicti bellate“ G-Dur Motette für Alt, Streicher und Basso continuo RV 628
Textdichter: unbekannt
Pause
Giovanni Battista Pergolesi (1710–1736)
„Salve Regina“ f-Moll für Alt, Streicher und Basso continuo
Text: marianische Antiphon, 11. Jh. (Hermannus Contractus zugeschrieben; die letzte Anrufung
dem hl. Bernhard von Clairvaux zugeschrieben, 12. Jh.)
Antonio Vivaldi
Concerto d-Moll op. 3 Nr. 11 (aus L'estro armonico op. 3)
für zwei Violinen, Violoncello, Streicher und Basso continuo RV 565
Georg Friedrich Händel
„Ah, che troppo ineguali“ / „O del ciel Maria regina“
Rezitativ und Arie für Sopran und Instrumente HWV 230
Textdichter: unbekannt
Bernarda Fink, Tochter slowenischer Eltern und 1955 in Buenos Aires geboren,
erhielt ihre Gesangs- und Musikausbildung am Instituto Superior de Arte del Teatro Colón (Buenos
Aires). 1985 gewann sie den ersten Preis beim Wettbewerb „Nuevas Voces Líricas“. Es folgten
Auftritte mit weltbekannten Orchestern wie der Tschechischen Philharmonie, der London Philharmonic,
den Wiener und Berliner Philharmonikern, der Staatskapelle Dresden und dem Leipziger
Gewandhausorchester. Kernstück ihres breiten Repertoires bildet die barocke Musik, sie konzertierte
bereits mit führenden Barockorchestern unter Dirigenten wie Herbert Blomstedt, Sir Colin Davis, Sir
John Eliot Gardiner, Valery Gergiev, Nikolaus Harnoncourt, René Jacobs, Mariss Jansons, Trevor
Pinnock, Sir Simon Rattle u. a.
Seit vielen Jahren ist die Mezzosopranistin nicht mehr aus der Opern- und Bühnenwelt
wegzudenken, zuletzt gastierte sie als Cecilio (W. A. Mozart, Lucio Silla) unter Nikolaus
Harnouncourt am Theater an der Wien, als Idamante (W. A. Mozart, Idomeneo) in einer Produktion von
Luc Bondy und Jesus Lopez Cobos im Teatro Real in Madrid und als Irene (G. Fr. Händel Theodora)
unter Ivor Bolton bei den Salzburger Festspielen. Bernarda Fink wirkte bei zahlreichen
CD-Produktionen mit, etliche von ihnen wurden mit namhaften Preisen wie dem Diapason d’Or, Grammy
und Gramophone Award ausgezeichnet. 2011 erschienen u. a. das „Stabat Mater“ von G. B. Pergolesi
und Neuauflagen von Messiah von G. Fr. Händel und der Johannes-Passion von J. S. Bach.
Michaela Hasselt, in Bad Tölz geboren, studierte an der Hochschule für Musik
München bei Prof. Hedwig Bilgram und setzte ihre Ausbildung an der Hochschule der Künste Berlin bei
Prof. Mitzi Meyerson sowie an der Musikhochschule Leipzig bei Prof. Christine Schornsheim
(Aufbaustudium Cembalo / Hammerflügel) fort. Mit dem Konzertexamen in diesen Fächern beschloss
Michaela Hasselt ihr Studium. 1995 war sie Stipendiatin des Deutschen Musikwettbewerbs als Mitglied
des Trio L’Arabesque und erhielt zudem den Förderpreis der Veith-Stiftung sowie den Musikpreis des
ZONTA / International. Meisterkurse besuchte sie u. a. bei Gustav Leonhardt, Bob van Asperen und
Huguette Dreyfus.
Seit 1999 ist Michaela Hasselt Dozentin für Cembalo, Generalbass und Korrepetition in der
Fachrichtung Alte Musik an der Musikhochschule Leipzig. Sie gibt Solo- und Kammermusikkonzerte im
In- und Ausland mit namhaften Ensembles wie z. B. den Berliner Philharmonikern, den Berliner Barock
Solisten, dem Neuen Bachischen Collegium Musicum Leipzig, dem Gewandhausorchester Leipzig, dem
Sinfonieorchester des MDR unter Dirigenten wie Ton Koopman, Howard Arman, Peter Schreier, Herbert
Blomstedt, Fabio Luisi und produzierte bei Deutschland Radio Berlin, WDR, NDR, und MDR. Regelmäßig
tritt sie in verschiedenen Ensembles für Alte Musik auf, wie dem Dresdner Barockorchester, der
Batzdorfer Hofkapelle und den Mitteldeutschen Barocksolisten, und wird als offizielle Korrepetorin
bei Wettbewerben und Kursen eingesetzt, z. B. beim Internationalen Bach-Wettbewerb Leipzig, beim
Telemann-Wettbewerb Magdeburg, im Kloster Michaelstein und beim Internationalen
Bach-Abel-Wettbewerb Köthen. Dort erhielt Michaela Hasselt im Jahr 2000 den Sonderpreis für die
beste Cembalobegleitung.
Grit Schulze ist seit März 1992 feste Mitarbeitering bei MDR FIGARO bzw. dem Vorgänger MDR KULTUR. Geboren in Berlin, erhielt sie im Alter von sechs Jahren den ersten Geigenunterricht, später kamen Flöte und Klavier dazu. Nach dem Abitur am Musikgymnasium „Georg Friedrich Händel“ in Berlin studierte sie an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ in Berlin Fagott und Gesang. Von 1986 bis 1989 war Grit Schulze Orchestermusikerin am Hans-Otto-Theater Potdam, anschließend absolvierte sie in Düsseldorf eine Zusatzausbildung zur Musikjournalistin. Es folgte ein Praktikum bei RIAS in Berlin.
Bernhard Forck, 1963 in Altdöbern geboren, studierte Violine an der Berliner Musikhochschule bei Prof. Eberhard Feltz. Von 1986 bis 1991 war er Mitglied des Berliner Sinfonie-Orchesters. Bereits während des Studiums beschäftigte er sich intensiv mit der Barockvioline und belegte Meisterkurse bei Ingrid Seiffert, Catherine Mackintosh und Nikolaus Harnoncourt. Seit 1984 ist er Mitglied der Akademie für Alte Musik Berlin und seit einigen Jahren einer der Konzertmeister. Das Ensemble gastierte u.a. in Wien, Paris, Amsterdam, Zürich, London, Brüssel, Japan, Südostasien und im Nahen Osten und erhielt für seine Platteneinspielungen zahlreiche Auszeichnungen wie Grammy, Diapason d’Or, Cannes Classical Award, Grammophone Award und Edison-Award. 1992 begründet Bernhard Forck die künstlerische Zusammenarbeit mit René Jacobs als Konzertmeister des Ensembles Concerto Vocale Gent. 1994 gründete er mit Musikern des Ensemble Oriol, Berlin, das Manon Streichquartett, das vor allem in Deutschland und den USA Auftritte pflegt. Seit 2007 ist er Musikalischer Leiter des Händelfestspielorchesters Halle.
Das
Händelfestspielorchester Halle spielt seit 2007 unter der musikalischen Leitung
von Bernhard Forck und ist ein Spezialensemble für Alte Musik. Die Musiker spielen seit 1993 auf
historischen Instrumenten, gehören jedoch zugleich der Staatskapelle Halle an, einem auf modernen
Instrumenten spielenden Konzert- und Opernorchester. Das Ensemble stützt sich auf langjährige
Erfahrungen mit einer historisch orientierten Aufführungspraxis in Halle und gelangte durch den
englischen Dirigenten Howard Arman zu internationalem Ansehen. Jährlich wirkt es bei den
Aufführungen der Händel-Opern und bei den Eröffnungskonzerten der Händel-Festspiele mit, zudem
präsentiert es sich mit einem eigenen Konzert-Abonnement („Händel zu Hause“) und einer
Kammermusikreihe im Händel-Haus („Händels Schatzkammer“) regelmäßig in Halle. Gastspiele u.a. in
Karlsruhe, Köln, Berlin, Leipzig sowie Innsbruck, Perelada (Spanien), Südkorea, Belgien und
Südtirol/Italien zeugen von seinem Renommee ebenso wie die Zusammenarbeit mit bekannten Künstlern
und Dirigenten wie Nicholas McGegan, Marcus Creed, Paul Goodwin Michael Schneider, Petra Müllejans
und Sergio Azzolini. Es liegen mehrere CD- und DVD-Einspielungen vor.
Karten: 30, 25, 20, 15 €


