Ein Konzertprojekt nach Händels Opernfragment „Genserico“ HWV A2
mit Musik von Georg Friedrich Händel und Georg Philipp Telemann
und Texten von Christoph Klimke
Jens Voigtländer, Lichtdesign
PROGRAMM
Georg Friedrich Händel (1685–1759)
aus dem Opernfragment „Genserico“ HWV A2
Georg Philipp Telemann (1681–1767)
aus der Oper „Gensericus oder Sieg der Schönheit“ TWV 21:10
Ouverture
Coro „Applauda ogn’ uno l’Eroe sovrano“
Aria „Di’ pur se il cor si piega“
Aria „Ho nel seno un certo core“
Aria „Placidia, mein schönstes Kind“
Aria „Lass in Augen Feuer blitzen“
Aria „Son come un arboscello“
Aria „È già stanca“
Aria „Schönste, lass dein Angedenken“
Aria „Ein Fürst muss donnern und auch küssen“
Aria „Stimo fedele l’amato bene“
Aria „In der Liebe muss man wagen“
Aria „Quando contento di stragi io sia“
Christoph Klimke, geb. 1959, lebt als Schriftsteller in Berlin. Er publizierte Prosa (zuletzt „Nachrichten von den Geliebten“), Lyrik (zuletzt „Bernsteinherz“) sowie Essays zu Pier Paolo Pasolini und Federico Garcia Lorca. Er schrieb Theaterstücke wie „Sammlung Prinzhorn“ am Theater Heidelberg und Opernlibretti wie „Das Holzschiff“ von Detlev Glanert (Staatsoper Nürnberg) oder „Die Besessenen“ von Johannes Kalitzke (Theater an der Wien). Zahlreiche Auszeichnungen, darunter Ernst Barlach Preis für Literatur, Alfred Döblin Stipendium, Förderpreis Literatur des Landes NRW, würdigen in besonderer Weise sein Werk.
Die in Zaragoza geborene Sopranistin Marta Almajano ist auf allen fünf Kontinenten aufgetreten, u. a. in Madrid, Barcelona, Washington, Stuttgart, Zürich, Wien, Köln, Paris, Innsbruck, San Francisco, Mexiko und Rotterdam. Bekannte Gruppen, wie Il Giardino Armonico, Zefiro, Poema Armónico, Ensemble Baroque de Limoges oder Europa Galante, und bekannte Orchester verschiedener Länder haben sie als Künstlerin verpflichtet. Sie arbeitete unter namhaften Künstlern wie Robert King, Gustav Leonhardt, Christophe Russeau, Fabio Biondi, Eric Ericson, Giovanni Antonini, Victor Pablo Perez, Antoni Ros Marba und Christian Zacharias. Auf über 20 CD’s verschiedener Label ist sie zu hören. Sie lehrt zudem an der Escola Superior de Musica de Catalunya in Barcelona.
David Allsopp begann seine sängerische Laufbahn als Chorknabe in Rochester und war „Choral Scholar“ des King’s College Cambridge, später „Lay Clerk“ des berühmten Chors. Nach Abschluss seines Studiums wechselte er an die Westminster Kathedrale in London. Heute ist er ein gefragter Solist, konzertiert in ganz Europa und singt neben dem gängigen Barockrepertoire u. a. auch in Bernsteins „Chichester Palms“ (Straßburg) und in Arvo Pärts „Passio“ (London). Regelmäßig konzertiert er mit Orchestern wie dem Bournemouth Symphony Orchestra, dem Nord Nederlands Orkest, Tenebrae, Polyphony, dem Gabrieli Consort oder Ex Cathedra. Wichtige Konzerte in der letzten Spielzeit waren der „Messiah“ in der Frauenkirche in Dresden (Leitung: Ludwig Güttler) und das Eröffnungskonzert der Londoner Händel-Festspiele mit Händels „Belshazzar“. CD-Einspielungen sind bei EMI Classics, Deutsche Grammophon und Hyperion erschienen.
Johannes Schwendinger, 1985 in Bregenz geboren, war bereits in der Grundschule begeisterter Sänger (u. a. Knabensolo bei Puccinis „Tosca“ im Festspielhaus 1999). Während seiner Zeit am Musikgymnasium studierte er am Vorarlberger Landeskonservatorium Violine und Gesang. 2006 setzte er sein Studium für klassischen Sologesang an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien fort. Der junge Bass sammelte Bühnenerfahrung bei Produktionen der Bregenzer Festspiele, dem Vorarlberger Landestheater und den Innsbrucker Festwochen. Er sang den Bonvivant bei der Uraufführung von W. Sausengs „Totentanz“ (Ensemble Amarchord) unter J. Hiemetsberger beim Wiener Osterklang 2009. Seit 2010 ist Johannes Stipendiat von Yehudi Menuhins Stiftung Live Music Now. Als Erzengel Michael war er mit Händelschen Tönen bei der diesjährigen Life-Ball-Eröffnung zu hören.
Gustav Peter Wöhler ist seit langem in der deutschen Film-, Fernseh- und Theaterszene etabliert. Nach seiner Ausbildung an der Westfälischen Schauspielschule Bochum folgten zahlreiche Theaterauftritte (Schauspielhaus Bochum, Nibelungenfestspiele Worms, Schauspielhaus Berlin, Kammerspiele Hamburg, Münchener Kammerspielen, Salzburger Festspiele u. a.). Im vergangenen Jahr wirkte Wöhler zudem in Produktionen am Berliner Ensemble sowie in der Berliner Staatsoper mit. Zu den wichtigsten Kinoproduktionen des Schauspielers zählen: „Bin ich schön“, „Erleuchtung garantiert“ und „Der Fischer und seine Frau“ von Doris Dörrie, „Absolute Giganten“ von Sebastian Schipper, „Die sieben Zwerge II – Der Wald ist nicht genug“ von und mit Otto Waalkes und „ Soulkitchen“ von Fatih Akin. Jüngst spielte Gustav Peter Wöhler in Peter Gersinas „Sams im Glück“. Auch im deutschen Fernsehen ist Gustav Peter Wöhler regelmäßig zu sehen. Neben Rollen in Krimireihen wie: „Tatort“, „Polizeiruf 110“, „Commissario Brunetti“, „SOKO Köln“, „Adelheid und ihre Mörder“, „Der Bulle von Tölz“ und „Soko Leipzig“, wirkte er in zahlreichen Fernsehfilmen mit. Zu den bekanntesten gehören „Die Manns – Ein Jahrhundertroman“ und „Das Wunder von Lengede“, der 2004 die Goldene Kamera für den Besten Film erhielt. Neben seiner Tätigkeit als Schauspieler ist Gustav Peter Wöhler regelmäßig mit der Gustav Peter Wöhler Band als Sänger unterwegs. In den vergangenen Jahren hat die Band weit über 100 Konzerte gegeben und mehrere CD’s produziert.
Dmitry Sinkovsky wurde 1980 in Moskau geboren. 2005 schloss er sein Studium mit dem Solistendiplom am Moskauer Konservatorium ab. Er studierte Barockvioline bei Marie Leonhardt und nahm an Meisterklassen von Sigiswald Kuijken, Ryo Terakado, Roger Norrington und Andreas Staier teil. Er gastierte bei zahlreichen Festivals (Nantes Printemps des Arts, Haut Jura Festival, Tage Alter Musik Regensburg, MAFestival Brügge, Schlosskonzerte Potsdam Sanssouci, Festival Oude Muziek Utrecht) und arbeitet als Konzertmeister und Solist mit Barockorchestern wie Il Giardino Armonico, Il Complesso Barocco, Pratum Integrum oder The Pocket Symphony zusammen. Im September 2009 wurde ihm eine Violine von Francesco Ruggieri (1680) durch die „Jumpstart jr. Foundation“ im Concertgebouw Amsterdam verliehen.
Margret Köll erhielt ihre erste Ausbildung Konservatorium in Innsbruck (Klavier und Harfe). Sie studierte Konzertharfe am Mozarteum in Innsbruck, setzte das Studium in Baltimore fort und schloss ihr Studium an der Hochschule für Musik und Theater in München ab. Historische Harfe studierte sie an der Accademia Internazionale della Musica Mailand (Andrew Lawrence-King, Mara Galassi). 2003 bis 2006 erhielt sie einen Lehrauftrag für Basso-continuo-Spiel für Harfenisten an der Hochschule für Musik und Theater in München. Margret Koll ist Trägerin des Jakob-Stainer-Preises 2008. Margret Koll konnte sich in diversen Ensembles sowohl als Solistin als auch als Continuospielerin profilieren (Il Giardino Armonico, Europa Galante, Imaginarium, Balthasar-Neumann-Ensemble, Collegium Vocale Gent oder kammerorchesterbasel) und war 1. Harfenistin bei den Münchner Symphonikern, beim Schleswig-Holstein-Musikfestivalorchester und der Philharmonie der Nationen. Daneben wirkte sie an der Bayerischen Staatsoper (Leitung: Ivor Bolton), der Mailänder Scala (Leitung: Giovanni Antonini) und der Komischen Oper Berlin (Leitung: Alessandro De Marchi).
Luca Pianca ist einer der bekanntesten Musiker im Bereich der Interpretation von Barockmusik auf Originalinstrumenten und Mitbegründer des Mailänder Ensembles Il Giardino Armonico. Auf Konzerten tritt er mit Sängern wie Cecilia Bartoli, Eva Mei und Christoph Prégadien auf und spielte u. a. unter Nikolaus Harnoncourt. Den Einladungen des Opernhauses in Zürich und des Festivals in Salzburg folgend, spielte er auch mit den Berliner Philharmonikern unter Sir Simon Rattle. Seine Konzerttätigkeit führte Luca Pianca in weltweit renommierte Häuser wie die Carnegie Hall in New York, die Berliner Philharmonie, den Musikverein in Wien und das Wiener Konzerthaus. Auf Einladung von Veranstaltern wie dem Opernhaus Zürich, den Salzburger Festspielen, dem Lucerne Festival und dem Theater an der Wien trat er mit angesehenen Klangkörpern wie den Berliner Philharmonikern unter Sir Simon Rattle oder dem Rockstar Sting auf.
Bachs Erben – Jugendbarockorchester Michaelstein wurde 2006 mit Unterstützung der Mitteldeutschen Barockmusik e. V. (MBM) ins Leben gerufen und wird seitdem organisiert von der Landesmusikakademie Sachsen-Anhalt im Kloster Michaelstein in Blankenburg am Harz. Mit der Gründung des Jugendbarockorchesters wurde die Idee formuliert, dass junge Musiker mit den Mitgliedern eines anerkannten Barockorchesters – der Akademie für Alte Musik Berlin – Konzertprogramme erarbeiten und diese an berühmten Stätten aufführen. Das Jugendbarockorchester setzt sich vorwiegend aus SchülerInnen der Musikspezialschulen und PreisträgerInnen der Wettbewerbe „Jugend musiziert“ zusammen.
Lorenzo Ghirlanda, 1974 in Lugano geboren, ist im Bereich der Alten Musik als
Interpret, Forscher, Produzent und Dirigent tätig. Nach seinem Posaunen-Studium in Bern und Weimar
war er Stipendiat des Schweizer Nationalfonds und forschte zu Fragen der historischen
Aufführungspraxis. In diesem Rahmen widmete er sich auch verstärkt der Rekonstruktion barocker
Blechblasinstrumente. Er ist Dozent im Fach Alte Musik an der Hochschule für Musik in Lugano sowie
als Gastdozent am Mozarteum in Salzburg tätig. Lorenzo Ghirlanda arbeitet regelmäßig mit Künstlern
wie Luca Pianca, Georg Nigl, Dorothee Oberlinger und Marta Almajano zusammen. Engagements führten
ihn als Solist und Dirigent u. a. zum „pélerinages“ Kunstfest Weimar, Ravenna Festival, Konzerthaus
Wien und ins Berliner Radialsystem. Mit Händels „Alcina“, die er 2008 dirigierte, begann eine
erfolgreiche Zusammenarbeit mit den Händel-Festspielen Halle. Am Deutschen Nationaltheater Weimar
übernahm er dieses Jahr die Musikalische Leitung für eine Neuproduktion von „Alcina“.
Karten: 20, 15, 10 €


