Jean-Baptiste Lully (1632–1687)
„Dies irae“ LWV 64/1
Grand Motet
Text: lateinischer Hymnus, 13. Jh. Tommaso da Celano zugeschrieben
Georg Friedrich Händel
„Blessed are they that considereth the poor“
Foundling Hospital Anthem HWV 268
Text: Psalm 41 (V. 2–3), Hiob 29 (V. 12)/Psalm 72 (V. 12), Psalm 8 (V. 2), Psalm 112 (V. 6)/
Daniel 12 (V. 3), Psalm 41 (V. 3, 2) Sirach 44 (V. 15)/Weisheit Sal. 5 (V. 15), Off. Joh. 19 (V.
6), 11 (V. 15), 19 (V. 16)
Das Konzert wird von MDR Figaro aufgezeichnet.
KÜNSTLERBIOGRAFIEN
Wenn große Orchester im In- und Ausland ein Werk mit Chorbeteiligung planen, steht der
MDR Rundfunkchor auf der Wunschliste ganz oben. Der größte und traditionsreichste
Chor des öffentlich-rechtlichen Rundfunks gilt unter Experten als einer der Besten. Dirigenten wie
Herbert von Karajan, Kurt Masur, Colin Davis, Claudio Abbado, Simon Rattle, Neville Marriner, Seiji
Ozawa, Lorin Maazel, Bernard Haitink, Riccardo Muti, Georges Prêtre oder Roger Norrington haben dem
Chor ihre Reverenz erwiesen. Regelmäßig konzertiert er gemeinsam mit dem MDR Sinfonieorchester
unter der Leitung seines Chefdirigenten Jun Märkl.
Dass das Ensemble nicht nur exzellenter Partner der Spitzenorchester ist, beweist es mit viel
beachteten A-cappella-Interpretationen. Kirchenmusik, Chorsinfonik und Opernchöre gehören
gleichermaßen zum Repertoire, das beinahe ein Jahrtausend Musikgeschichte umspannt. Als
Spezialensemble für Zeitgenössische Musik haben sich die 73 Choristen durch zahlreiche Ur- und
Erstaufführungen einen Namen gemacht.
Seit 1998 leitet Howard Arman den Chor. In der Reihe seiner Vorgänger finden sich berühmte
Namen wie Herbert Kegel, Jörg-Peter Weigle und Gert Frischmuth. Nahezu 200 Schallplatten und CDs –
viele davon preisgekrönt – hat das Ensemble in seiner über 60-jährigen Geschichte aufgenommen. Über
die Europäische Rundfunkunion, wie auch auf Tourneen und Gastspielen weltweit zu hören, übernimmt
der MDR Rundfunkchor die Funktion als musikalischer Botschafter Mitteldeutschlands.
Das in Gent ansässige
Baroque Orchestra
B’Rock wurde 2005 auf Initiative des Cembalisten, Komponisten und Dirigenten Frank
Agsteribbe, des Kontrabassisten Tom Devaere und der Kulturmanager Tomas Bisschop und Hendrik Storme
gegründet. Es erwuchs dem Wunsch nach Frische und Erneuerung in der Welt der Alten Musik. Den Kern
des Ensembles bilden etwa 20 auf historisch informierte Aufführungspraxis spezialisierte Musiker
aus Belgien und dem Ausland.
B’Rock steht für eine aufführungsorientierte und stilbewusste Präsentation Alter Musik, wobei
Ausdruck und Intensität eine wichtige Rolle spielen. In seinen Programmen verbindet das Ensemble
Größen der Barockliteratur mit weniger bekanntem Repertoire des 17. und 18. Jahrhunderts. Daneben
widmet es sich besonders der Aufführung und Kreation zeitgenössischer Musik, die für sein
historisches Instrumentarium geeignet ist. Als B’Rock XS entwickelt das Orchester neue und
spannende Programme in Kammermusikbesetzung.
B’Rock arbeitet regelmäßig mit führenden Solisten und Dirigenten wie Eduardo Lopèz Banzo,
Kristian Bezuidenhout, Christopher Moulds, Alexander Melnikov, Peter Dijkstra and René Jacobs
zusammen. Die künstlerische Leitung übernimmt außerdem regelmäßig Frank Agsteribbe.
B’Rock spielt etwa 40 Konzerte pro Saison, sowohl auf den flämischen Podien in Gent, Brüssel,
Antwerpen und Brügge, als auch auf ausländischen Bühnen: Concertgebouw Amsterdam, Early Music
Festival Utrecht, Innsbrucker Festwochen der alten Musik, Konzerthaus Berlin, Musikfestspiele
Potsdam Sanssouci, Holland Festival, Styriarte Festival in Graz, Wigmore Hall, London.
Auch Oper und Musiktheater stellen einen wichtigen Teil der künstlerischen Arbeit dar. In
Zusammenarbeit mit Belgischen Produzenten wie Music Theatre Transparant und LOD schafft B’Rock
regelmäßig neue Werke. 2012 gab das Ensemble unter Leitung von René Jacobs sein Debut am Brüsseler
La Monnaie.
B’Rock wurde von seiner Gründung an sowohl von der belgischen, als auch von der
internationalen Presse einstimmig lobend aufgenommen. Das Orchester wird von der Flämischen
Gemeinschaft, der Stadt Gent und der Provinz Ost-Flandern unterstützt.
Howard Arman wurde in London geboren und studierte am Trinity College of Music.
Nach erfolgreicher Tätigkeit mit führenden Ensembles seiner Heimat folgten Engagements in ganz
Europa und in Jerusalem. Als Dirigent international tätig, ist Howard Arman seit 1998 Chordirektor
und künstlerischer Leiter des MDR Rundfunkchores. 1991 gab er sein Debüt als Dirigent im
Musikverein Wien, 1995 leitete er die Eröffnung der Salzburger Festspiele. Zahlreiche
Opernproduktionen dirigierte er in Italien, Deutschland und Österreich. Für die Neuformierung des
Händelfestspielorchesters Halle erhielt er 1996 den Händelpreis. 2003 leitete Howard Arman
anlässlich des 25-jährigen Pontifikats von Johannes Paul II. eine Aufführung von Beethovens 9.
Sinfonie mit MDR Rundfunkchor und MDR Sinfonieorchester im Vatikan, im März 2006 dirigierte er beim
Hongkong Arts Festival Mozarts Don Giovanni in einer Produktion von Semperoper Dresden und
Staatstheater Nürnberg (Regie: Willy Decker).
Innerhalb seiner zahlreichen CD-Aufnahmen erhielten die Einspielungen von Rachmaninows Vesper
und Carl Heinrich Grauns Passionsoratorium Der Tod Jesu mit dem MDR Rundfunkchor die
Echo-Klassik-Preise 2002 und 2005. Für die Spielzeit 2010/11 wurde Howard Arman auf die Position
des Generalmusikdirektors der Theater & Philharmonie Thüringen in Altenburg und Gera berufen.
Im Herbst 2011 übernahm er die Position des Musikdirektors des Theaters im schweizerischen Luzern.
Karten: 50, 40, 20 €


