PROGRAMM
Georg Friedrich Händel
Ouverture (Un poco allegro) F-Dur HWV 342
für 2 Oboen, 2 Hörner und Streicher
Suite de Pièces (Largo) F-Dur HWV 302b
für 2 Oboen, 2 Hörner und Streichorchester
Concerto F-Dur HWV 331
für 2 Oboen, Fagott, 2 Hörner und Streicher (Concerto from the Water Music)
Giovanni Battista Ferrandini (1710–1791)
Il pianto di Maria: „Giunta l’ora fatal“
Kantate für Sopran und Instrumente
Textdichter: unbekannt
(früher Georg Friedrich Händel zugeschrieben, HWV 234)
PAUSE
Georg Friedrich Händel
Aus dem Oratorium Il Trionfo del Tempo e del Disinganno HWV 46a
Libretto: Benedetto Pamphilj
Aria. Disinganno
„L’uomo sempre se stesso distrugge“
Sonata
Aria. Disinganno
„Crede l’uom ch’egli riposi“
Aria. Piacere
„Come nembo che fugge col vento“
Joseph Haydn (1732–1809)
Sinfonie Nr. 6 D-Dur „Le matin“ Hob. I:6
für Violino concertato, 2 Violinen, Viola, Violoncello concertato, Violoncello und
Kontrabass, Flöte, 2 Oboen, Fagott und 2 Hörner
Vesselina Kasarova wurde in Stara Zagora (Bulgarien) geboren und begann im Alter
von vier Jahren mit dem Klavierspiel. Nach dem Konzertdiplom studierte sie Gesang bei Ressa Koleva
an der Musikakademie von Sofia und trat schon als Studentin an der dortigen Nationaloper in
größeren Rollen auf.
Ein zweijähriger Festvertrag führte sie nach Beendigung ihres Studiums 1989 ans Opernhaus
Zürich, wo sie innerhalb kurzer Zeit zum Publikumsliebling avancierte und von der internationalen
Fachwelt als große Entdeckung gefeiert wurde. Im selben Jahr gewann sie auch den ersten Preis beim
deutschen Gesangswettbewerb „Neue Stimmen“ in Gütersloh.
Im Mozartjahr 1991 debütierte sie bei den Salzburger Festspielen mit zwei Matinéen im
Mozarteum (Betulia liberata KV 118) sowie als Annio in der von Sir Colin Davis geleiteten
Wiederaufnahme von La clemenza di Tito. Weitere Rollen bei den Salzburger Festspielen waren
Tancredi, Ombra felice, Zerlina, Farnace, Sesto und Marguerite (La damnation de Faust). Im Herbst
des gleichen Jahres gab Vesselina Kasarova als Rosina (Il barbiere di Siviglia) unter Donald
Runnicles ihr viel beachtetes Debüt an der Wiener Staatsoper. Mit Partien von Mozart (Cherubino,
Idamante, Sesto, Dorabella) und Rossini (Rosina, Tancredi, Isabella, Angelina) sowie als Romeo (I
Capuleti e i Montecchi), Giovanna Seymour (Anna Bolena), Charlotte (Werther) u. a. gastierte sie
auch am Grand Théâtre de Genève, Royal Opera House Covent Garden, Teatre del Liceu in Barcelona,
Opernhaus Zürich, an der Deutschen Oper Berlin, Bayerischen Staatsoper München, Opéra National de
Paris (Bastille, Garnier), Lyric Opera of Chicago, San Francisco Opera, Wiener Staatsoper, in
Amsterdam sowie beim Maggio Musicale Fiorentino und Rossini Opera Festival in Pesaro und arbeitete
mit Dirigenten wie Nikolaus Harnoncourt, Sir Colin Davis, Pinchas Steinberg, Donald Runnicles, Seji
Ozawa, Semyon Bychkov, Daniel Barenboim, Riccardo Muti, Marcello Viotti, Alberto Zedda, Franz
Welser-Möst, Sir Roger Norrington, Eve Queler, Wolfgang Sawallisch, Ivor Bolton und Friedrich
Haider. Liederabende und Konzerte führten Vesselina Kasarova nach München, Berlin, Rom, Paris,
Wien, Dresden, an die Mailänder Scala, Wigmore Hall London, Carnegie Hall New York, Schubertiade
Feldkirch und ans Festival de la Musique Montreux-Vevey.
Für RCA Red Seal hat Vesselina Kasarova zahlreiche CDs eingespielt, die mehrfach
ausgezeichnet wurden.
Das 1997 gegründete
Helsinki Baroque Orchestra ist ein Ensemble der jungen Generation, das seinem
Publikum die Möglichkeit bietet, Alte Musik in frischer, charakteristischer Darbietung zu genießen.
Der Gebrauch historischer Instrumente ist Bestandteil des Strebens des Orchesters, auf
kommunikative Art neue Aspekte in der Aufführung alter Meisterwerke zu entdecken.
Seit 2003 ist Aapo Häkkinen künstlerischer Leiter des Helsinki Baroque Orchestra. Durch seine
umfassenden Kenntnisse und seine persönliche Vorstellungskraft hat er das Profil des Orchesters
geschärft, sodass es zu einem der interessantesten Ensembles des heutigen finnischen Musiklebens
geworden ist. 2009 übernahm Riccardo Minasi die Position eines festen Gastdirigenten.
Das Helsinki Baroque Orchestra ist in der Londoner Wigmore Hall, der Kölner Philharmonie, dem
Berliner Konzerthaus und auf den Festivals von Helsinki, Turku, Brügge, Bayreuth, Dresden,
Göttingen, Schwetzingen, Stockholm, Estella, Brežice (Rann, Slowenien) und Zagreb aufgetreten. Als
Solisten bzw. Gastdirigenten haben bereits Enrico Baiano, Frieder Bernius, Patrick Gallois,
Reinhard Goebel, Monica Groop, Pierre Hantaï, Erich Höbarth, María Cristina Kiehr, Manfredo
Kraemer, Topi Lehtipuu, Enrico Onofri und Skip Sempé mit dem Orchester zusammengearbeitet.
Die kompromisslosen Aufführungen und CD-Aufnahmen des Helsinki Baroque Orchestra haben zu
seinem Ruf als herausragender Exponent der baltischen und skandinavischen Barockmusik beigetragen.
Die Programme der Aufführungen und der CD-Aufnahmen enthalten nicht nur häufig Erstaufführungen von
bisher verschollenen, nicht veröffentlichten oder rekonstruierten Werken, sie zeigen auch
wohlbekannte Stücke oft in einem ganz neuen und nicht selten kontroversen Licht. Vier CDs sind
gegenwärtig auf dem Markt: Monteverdi (Alba, 2004), Richter (Naxos, 2007 und 2009) und Agrell
(Aeolus, 2010). Mit bahnbrechenden Produktionen von Opern Händels und Haydns gewann das Ensemble in
Finnland breite nationale Anerkennung.
Seit 2003 steht das Helsinki Baroque Orchestra unter der Schirmherrschaft des
stellvertretenden Bürgermeisters von Helsinki, Dr. Pekka Sauri.
Yordan Kamdzhalov wurde in Bulgarien geboren und lebt heute in Berlin. Kürzlich
wurde er einstimmig zum Generalmusikdirektor der Stadt Heidelberg gewählt. Diese Stelle wird er im
Herbst 2012 antreten.
Bis dahin wird er die Premiere von Carmen an der Komischen Oper Berlin, das Orquestra
Sinfonica Portuguesa in Lissabon, das English Chamber Orchestra in der Londoner Cadogan Hall, La
Bohème an der der Oper von Baltimore, Les Contes d’Hoffmann an der Komischen Oper Berlin und die
musikFabrik Köln in Boston leiten.
Carmen und Turandot dirigierte er am Theater Magdeburg, Maria Stuart am Staatstheater
Darmstadt und debütierte am Theater Bonn. Konzerte gab er mit dem Deutschen Symphonie-Orchester
Berlin in der Philharmonie Berlin, dem Philharmonia Orchestra in der Londoner Royal Festival Hall,
dem Tonhalle Orchester Zürich, dem Konzerthausorchester Berlin und dem Orchester Toscana am Teatro
Verdi in Florenz.
Kamdzhalov absolvierte sein Studium an der Staatlichen Akademie für Musik in Sofia und an der
Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ in Berlin. Beim Jorma-Panula-Dirigentenwettbewerb 2009 wurde er
mit dem ersten Preis und beim Internationalen Gustav-Mahler-Dirigentenwettbewerb Bamberg 2010 mit
dem dritten Preis ausgezeichnet. Im Rahmen der Allianz-Kulturstiftung arbeitete Yordan Kamdzhalov
mit dem Philharmonia und dem London Philharmonic Orchestra, in Zusammenarbeit mit etablierten
Dirigenten als Mentoren (Esa Pekka Salonen, Lorin Maazel und Vladimir Jurowski).
Kamdzhalov hat ein besonderes Interesse an zeitgenössischer Musik und ist Künstlerischer
Leiter und Chefdirigent des Internationalen Ensembles Innorelatio in Berlin. Auf Einladung von
Peter Eötvös nahm er an der Lucerne Festival Academy 2007 teil, belegte Workshops bei Pierre Boulez
und leitete eine Aufführung von Stockhausens Gruppen für drei Orchester.
Karten: 65, 50, 20 €


