Sonntag, 3. Juni 2012 19:00 Marktkirche zu Halle

Festkonzert Vesselina Kasarova

Werke von G. F. Händel, G. B. Ferrandini und J. Haydn


Vesselina Kasarova

PROGRAMM

Georg Friedrich Händel
Ouverture (Un poco allegro) F-Dur HWV 342
für 2 Oboen, 2 Hörner und Streicher

Suite de Pièces (Largo) F-Dur HWV 302b
für 2 Oboen, 2 Hörner und Streichorchester

Concerto F-Dur HWV 331
für 2 Oboen, Fagott, 2 Hörner und Streicher (Concerto from the Water Music)

Giovanni Battista Ferrandini (1710–1791)
Il pianto di Maria: „Giunta l’ora fatal“
Kantate für Sopran und Instrumente
Textdichter: unbekannt
(früher Georg Friedrich Händel zugeschrieben, HWV 234)

PAUSE

Georg Friedrich Händel
Aus dem Oratorium Il Trionfo del Tempo e del Disinganno HWV 46a
Libretto: Benedetto Pamphilj

Aria. Disinganno
„L’uomo sempre se stesso distrugge“

Sonata

Aria. Disinganno
„Crede l’uom ch’egli riposi“

Aria. Piacere
„Come nembo che fugge col vento“

Joseph Haydn (1732–1809)
Sinfonie Nr. 6 D-Dur „Le matin“ Hob. I:6
für Violino concertato, 2 Violinen, Viola, Violoncello concertato, Violoncello und Kontrabass, Flöte, 2 Oboen, Fagott und 2 Hörner

Vesselina Kasarova wurde in Stara Zagora (Bulgarien) geboren und begann im Alter von vier Jahren mit dem Klavierspiel. Nach dem Konzertdiplom studierte sie Gesang bei Ressa Koleva an der Musikakademie von Sofia und trat schon als Studentin an der dortigen Nationaloper in größeren Rollen auf.
Ein zweijähriger Festvertrag führte sie nach Beendigung ihres Studiums 1989 ans Opernhaus Zürich, wo sie innerhalb kurzer Zeit zum Publikumsliebling avancierte und von der internationalen Fachwelt als große Entdeckung gefeiert wurde. Im selben Jahr gewann sie auch den ersten Preis beim deutschen Gesangswettbewerb „Neue Stimmen“ in Gütersloh.
Im Mozartjahr 1991 debütierte sie bei den Salzburger Festspielen mit zwei Matinéen im Mozarteum (Betulia liberata KV 118) sowie als Annio in der von Sir Colin Davis geleiteten Wiederaufnahme von La clemenza di Tito. Weitere Rollen bei den Salzburger Festspielen waren Tancredi, Ombra felice, Zerlina, Farnace, Sesto und Marguerite (La damnation de Faust). Im Herbst des gleichen Jahres gab Vesselina Kasarova als Rosina (Il barbiere di Siviglia) unter Donald Runnicles ihr viel beachtetes Debüt an der Wiener Staatsoper. Mit Partien von Mozart (Cherubino, Idamante, Sesto, Dorabella) und Rossini (Rosina, Tancredi, Isabella, Angelina) sowie als Romeo (I Capuleti e i Montecchi), Giovanna Seymour (Anna Bolena), Charlotte (Werther) u. a. gastierte sie auch am Grand Théâtre de Genève, Royal Opera House Covent Garden, Teatre del Liceu in Barcelona, Opernhaus Zürich, an der Deutschen Oper Berlin, Bayerischen Staatsoper München, Opéra National de Paris (Bastille, Garnier), Lyric Opera of Chicago, San Francisco Opera, Wiener Staatsoper, in Amsterdam sowie beim Maggio Musicale Fiorentino und Rossini Opera Festival in Pesaro und arbeitete mit Dirigenten wie Nikolaus Harnoncourt, Sir Colin Davis, Pinchas Steinberg, Donald Runnicles, Seji Ozawa, Semyon Bychkov, Daniel Barenboim, Riccardo Muti, Marcello Viotti, Alberto Zedda, Franz Welser-Möst, Sir Roger Norrington, Eve Queler, Wolfgang Sawallisch, Ivor Bolton und Friedrich Haider. Liederabende und Konzerte führten Vesselina Kasarova nach München, Berlin, Rom, Paris, Wien, Dresden, an die Mailänder Scala, Wigmore Hall London, Carnegie Hall New York, Schubertiade Feldkirch und ans Festival de la Musique Montreux-Vevey.
Für RCA Red Seal hat Vesselina Kasarova zahlreiche CDs eingespielt, die mehrfach ausgezeichnet wurden.

Das 1997 gegründete Helsinki Baroque Orchestra ist ein Ensemble der jungen Generation, das seinem Publikum die Möglichkeit bietet, Alte Musik in frischer, charakteristischer Darbietung zu genießen. Der Gebrauch historischer Instrumente ist Bestandteil des Strebens des Orchesters, auf kommunikative Art neue Aspekte in der Aufführung alter Meisterwerke zu entdecken.
Seit 2003 ist Aapo Häkkinen künstlerischer Leiter des Helsinki Baroque Orchestra. Durch seine umfassenden Kenntnisse und seine persönliche Vorstellungskraft hat er das Profil des Orchesters geschärft, sodass es zu einem der interessantesten Ensembles des heutigen finnischen Musiklebens geworden ist. 2009 übernahm Riccardo Minasi die Position eines festen Gastdirigenten.
Das Helsinki Baroque Orchestra ist in der Londoner Wigmore Hall, der Kölner Philharmonie, dem Berliner Konzerthaus und auf den Festivals von Helsinki, Turku, Brügge, Bayreuth, Dresden, Göttingen, Schwetzingen, Stockholm, Estella, Brežice (Rann, Slowenien) und Zagreb aufgetreten. Als Solisten bzw. Gastdirigenten haben bereits Enrico Baiano, Frieder Bernius, Patrick Gallois, Reinhard Goebel, Monica Groop, Pierre Hantaï, Erich Höbarth, María Cristina Kiehr, Manfredo Kraemer, Topi Lehtipuu, Enrico Onofri und Skip Sempé mit dem Orchester zusammengearbeitet.
Die kompromisslosen Aufführungen und CD-Aufnahmen des Helsinki Baroque Orchestra haben zu seinem Ruf als herausragender Exponent der baltischen und skandinavischen Barockmusik beigetragen. Die Programme der Aufführungen und der CD-Aufnahmen enthalten nicht nur häufig Erstaufführungen von bisher verschollenen, nicht veröffentlichten oder rekonstruierten Werken, sie zeigen auch wohlbekannte Stücke oft in einem ganz neuen und nicht selten kontroversen Licht. Vier CDs sind gegenwärtig auf dem Markt: Monteverdi (Alba, 2004), Richter (Naxos, 2007 und 2009) und Agrell (Aeolus, 2010). Mit bahnbrechenden Produktionen von Opern Händels und Haydns gewann das Ensemble in Finnland breite nationale Anerkennung.
Seit 2003 steht das Helsinki Baroque Orchestra unter der Schirmherrschaft des stellvertretenden Bürgermeisters von Helsinki, Dr. Pekka Sauri.

Yordan Kamdzhalov wurde in Bulgarien geboren und lebt heute in Berlin. Kürzlich wurde er einstimmig zum Generalmusikdirektor der Stadt Heidelberg gewählt. Diese Stelle wird er im Herbst 2012 antreten.
Bis dahin wird er die Premiere von Carmen an der Komischen Oper Berlin, das Orquestra Sinfonica Portuguesa in Lissabon, das English Chamber Orchestra in der Londoner Cadogan Hall, La Bohème an der der Oper von Baltimore, Les Contes d’Hoffmann an der Komischen Oper Berlin und die musikFabrik Köln in Boston leiten.
Carmen und Turandot dirigierte er am Theater Magdeburg, Maria Stuart am Staatstheater Darmstadt und debütierte am Theater Bonn. Konzerte gab er mit dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin in der Philharmonie Berlin, dem Philharmonia Orchestra in der Londoner Royal Festival Hall, dem Tonhalle Orchester Zürich, dem Konzerthausorchester Berlin und dem Orchester Toscana am Teatro Verdi in Florenz.
Kamdzhalov absolvierte sein Studium an der Staatlichen Akademie für Musik in Sofia und an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ in Berlin. Beim Jorma-Panula-Dirigentenwettbewerb 2009 wurde er mit dem ersten Preis und beim Internationalen Gustav-Mahler-Dirigentenwettbewerb Bamberg 2010 mit dem dritten Preis ausgezeichnet. Im Rahmen der Allianz-Kulturstiftung arbeitete Yordan Kamdzhalov mit dem Philharmonia und dem London Philharmonic Orchestra, in Zusammenarbeit mit etablierten Dirigenten als Mentoren (Esa Pekka Salonen, Lorin Maazel und Vladimir Jurowski).
Kamdzhalov hat ein besonderes Interesse an zeitgenössischer Musik und ist Künstlerischer Leiter und Chefdirigent des Internationalen Ensembles Innorelatio in Berlin. Auf Einladung von Peter Eötvös nahm er an der Lucerne Festival Academy 2007 teil, belegte Workshops bei Pierre Boulez und leitete eine Aufführung von Stockhausens Gruppen für drei Orchester.

Karten: 65, 50, 20 €


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