Freitag, 8. Juni 2012 20:00 Dom zu Halle

11. Orgelnacht


Irénée Peyrot

11. ORGELNACHT

20:00 Uhr, Dom zu Halle
Martin Stephan an der Stephani-Orgel von 1799


Samuel Scheidt (1587–1654)
Bergamasca SSWV 560
aus Tabulatura nova

Johann Pachelbel (1653–1706)
Magnificat quarti toni

Johann Sebastian Bach (1685–1750)
„Wer nur den lieben Gott lässt walten“  BWV 691,690, 691a, 642

Präludium und Fuge d-Moll BWV 539

Martin Stephan (*1952)
Improvisation über ein Thema von G.F.Händel


21:00 Uhr, St. Moritzkirche
Matthias Mück an der Sauer-Orgel von 1925

John E. Cook (1918-1984)
Fanfare

Louis Vierne (1878–1937)
Préambule – Arabesque – Carillon
aus den 24 Pièces en style libre op. 31

Eugène Gigout (1844-1925)
Scherzo
Toccata h-Moll

Matthias Mück
Improvisationen über gegebene Themen


22.00 Uhr, Marktkirche zu Halle
Irénée Peyrot an der Reichel-Orgel von 1664

Friedrich Wilhelm Zachow (1663–1712)
Präludium in C-Dur LV 55
„Erbarm dich mein, o Herre Gott“ LV 18
„Wie schön leuchtet der Morgenstern“ LV 43
„Komm Heiliger Geist“ LV 8
„Was mein Gott will, das g'scheh allzeit“ LV 23
„Jesu, der du meine Seele“ LV 6
Fuge in G-Dur LV 62

Irénée Peyrot an der Schuke-Orgel von 1984 (Prospekt von Christoph Cuntius, 1716)

Friedrich Wilhelm Zachow
„Jesaja, dem Propheten, das geschah“ LV 48
„Auf meinen lieben Gott“ LV 26
„Es ist das Heil uns kommen her“ LV 29
„Ich ruf zu dir“ LV 5
„Christ lag in Todesbanden“ LV 47
„In dulci jubilo” LV 34
Fantasia LV 63

23:00 Uhr, Konzerthalle Ulrichskirche
Martin Stephan an der Sauer-Orgel von 1980

Johann Sebastian Bach
Präludium und Fuge Es-Dur BWV 552

„O Mensch, bewein' dein' Sünde groß“ BWV 622
Choralbearbeitung

Georg Friedrich Händel
Präludium und Fuge f-Moll
= aus der Suite Nr. 8 f-Moll HWV 433
Prélude (auch HWV 568) – Allegro (als Fuge bearbeitet)

Arrival of the Queen of Sheba
Sinfonia aus dem Oratorium Solomon HWV 67
Orgelfassung: E. W. Maynard

Carl Piutti (1846–1902)
Fest-Hymnus für Orgel op. 20

Max Reger (1873–1916)
Introduktion und Passacaglia f-Moll
aus Monologe für Orgel op.63

Martin Stephan (*1952)
Improvisation über ein Thema von Georg Friedrich Händel

 

KÜNSTLERBIOGRAFIEN

Matthias Mück
1967 in Mainz geboren • Studium von 1982 bis 1985 kath. Kirchenmusik am Bischöflichen Institut für Kirchenmusik in Mainz und von 1990 bis 1998 an der Johannes-
Gutenberg-Universität Mainz, später an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main in der Orgelklasse von Prof. Martin Lücker • von 1997 bis 2000 Organist in Frankfurt am Main-Unterliederbach • zweiter Chorleiter und Korrepetitor im Chor der Stadt Wiesbaden • 2001 bei Domorganist Prof. Hans-Jürgen Kaiser (Fulda)
Konzertexamen Orgelimprovisation • seit 2000 Berufung zum Kathedralmusiker und verantwortlicher Kirchenmusiker an die Kathedrale und Propsteikirche St. Sebastian Magdeburg • Dozent für Gregorianik, Orgelbau und Orgelspiel • seit 2001 Lehrbeauftragter für das Fach Orgel am Konservatorium „Georg Philipp Telemann“ Magdeburg • seit 2007 amtlicher Orgelsachverständiger des Bistums Magdeburg

Irénée Peyrot
1972 in Lyon geboren • Studium in den Hauptfächern Orgel und Bratsche an den Staatlichen Conservatoires von Lyon und St. Etienne, in beiden Fächern jeweils mit einem ersten Preis ausgezeichnet • Abschluss der Orgelausbildung an der Musikhochschule Lübeck bei Martin Haselböck, ebenfalls mit Auszeichnung • parallel zu A-Kirchenmusikstudium bereits Organist an der St. Jakobi-Kirche zu Lübeck • rege Konzerttätigkeit in den meisten Ländern Europas und Übersees • seit einigen Jahren besonderer interpretatorischer Akzent auf Orgelwerke Max Regers, insbesondere dessen Transkriptionen von Klavierwerken Johann Sebastian Bachs • diverse CD- und Rundfunkeinspielungen (Werke von Reger), Transkriptionen, auch mit Orchestern und instrumentalen Duopartnern • 2002 bis 2004 Organist und Kantor an der Johannes-Kirche zu Ahrensburg • seit 2005 Kantor an der Marktkirche zu Halle.

Martin Stephan
Studium in Eisenach und an der Hochschule für Musik „Franz Liszt“ in Weimar in Fächern Orgel und Dirigieren • in Vilnius und Kaunas eine Ausbildung zum Carilloneur (Glockenspieler) • nach Kapellmeister-Tätigkeit an den Städtischen Bühnen zu Erfurt  Carilloneur am Glockenspiel „Bartholomäusturm“ und Organist an den Erfurter Museen •   1986 Organist der Konzerthalle Ulrichskirche und bis 2002 Carilloneur am Roten Turm zu Halle • 1997-2002  zusätzlich Titularorganist an St. Georgen (Taufkirche Johann Sebastian Bachs) in Eisenach • 1976-1989 Lehrtätigkeit an der Hochschule für Musik Weimar in den Abteilungen Orgel, Dirigieren und Schulmusik sowie Assistent des Kammerchores unter G. Frischmuth • 1986 bis 2002 Lehrtätigkeit an der Evangelischen Hochschule für Kirchenmusik Halle in den Fächern Orgel-Literatur, Improvisation und Chorleitung sowie Leitung des Hochschulchores • seit 2003 Kantor und Organist an St. Nicolai in Westerland (Sylt) • Konzertreisen als Organist nach Frankreich, Italien, Belgien, Ungarn, Russland, Polen, das ehemalige Jugoslawien und in die USA • als Dirigent, Organist und Cembalist Zusammenarbeit u. a. mit dem Philharmonischen Staatsorchester Halle (heute Staatskapelle Halle), der Jenaer Philharmonie und Spitzensolisten im In- und Ausland •  Mitwirkung bei zahlreichen CD- Produktionen.


Die Sauer-Orgel von 1925 erklingt erstmalig zu den Festspielen
Die Orgel der Moritzkirche wurde 1925 als Opus 1307 von der Werkstatt Wilhelm Sauer (Frankfurt/Oder) erbaut und stellt ein bedeutendes Denkmal spätromantischen Orgelbaus dar. Dass die Orgel von der Anlage her durchaus auch als Konzertinstrument vorgesehen war, davon zeugen die opulente Ausstattung mit Spielhilfen und der Ausbau der Manualklaviaturen auf fünf ganze Oktaven, was 1925 als revolutionär galt. Der Ruf der Orgel hallte weit über die Stadtgrenzen hinaus, sodass es nicht schwer war, bedeutende Organisten nach Halle zu verpflichten. Nach umfassender Restaurierung erklang sie anlässlich der 600-Jahrfeier der Moritzkirche 2011 erstmals wieder in vollem Glanz und begeistert Organisten und Zuhörer gleichermaßen. Erstmals ist sie nun auch im Rahmen der Händel-Festspiele zu hören.


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