Café
Höfische Musik aus Orient und Okzident
Pera Ensemble Istanbul
Francesca Lombardi Mazzulli, Alt (Brüssel)
Nusret Yılmaz, Gesang (Istanbul)
Ihsan Özer, Kanun, Perkussion (Istanbul)
Hasan Esen, Kemençe, Viola d'Amore (Istanbul)
Volkan Yilmaz, Ney, Perkussion (Istanbul)
Ozan Pars, Perkussion (Izmir)
Emiy Dupere, Violine (Den Hag)
Daniela Henzinger, Violine (Graz)
Christoph Sommer, Theorbe (Den Hag)
Mark Dupere, Violoncello (Berlin)
Dieter Weitz, Cembalo (Berlin)
Sandra Sinsch, Oboe (Istanbul)
DAS PROGRAMM
Jean-Baptiste Lully (1632-1687)
Marche pour la cérémonie des Turcs
aus dem Comédie-Ballett Le Bourgeois gentilhomme LWV 43
Anonym
Rast Murassa
Instrumentalkomposition im Modus Rast
aus der Sammlung The Collection of Notations von Dimitrij Cantemir (1673 – 1723)
Nicola Antonio Porpora (1686-1768)
„In braccio a mille furie“
Arie des Mirteo aus der Oper Semiramide riconosciuta (Akt 3, Szene 4)
Textdichter: Pietro Metastasio
Ebu Bekir Aĝa (1685–1759)
Eviç Karçe
Vokalkomposition im Modus Eviç
Jean-Baptiste Lully
Air des Espagnols
aus dem Comédie-Ballett Le Bourgeois gentilhomme LWV 43
Anonym
Semai
Vokalkomposition aus der Sammlung von Wojciech Bobowski alias Ali Ufki (1610–1675)
Antonio Vivaldi (1678–1741)
„Ho nel petto un cor si forte”
Arie des Giustino aus dem Dramma per musica Il Giustino RV 717 (Akt 2, Szene 13)
Libretto: Nicolò Beregan, bearbeitet von Pietro Pariati
Buhurizade Mustafa Itri (1640–1712)
Segah Şarkı
Vokalkomposition im Modus Segah
Text: Nef'i Ömer (um 1572–1635)
Gaspar Sanz (1640-1710)
Canarios
aus der Sammlung Instruccion de musica sobre la guitarra española
Nicola Antonio Porpora
„Alto giove, è tua grazia e tuo vanto”
Arie des Acis aus der Oper Polifemo (Akt 3, Szene 5)
Textdichter: Paolo Antonio Rolli
Anonym
Gazel
Gesangsimprovisation über einen Text aus dem 17. Jahrhundert
Johann Joseph Fux (1660-1741)
Janitschara
aus der Türken-Suite K 331 (Ballettmusik)
Anonym
Neva Çengi Harbi
Janitscharenmusik im Modus Neva
aus der Sammlung von Wojciech Bobowski alias Ali Ufki
PAUSE
Şah Murad Han IV (1612-1640)
Uzzal Peşrev
Instrumentalmusik im Modus Uzzal
Georg Friedrich Händel
„Un pensiero voli in ciel“
Arie aus der Kantate Delirio Amoroso: „Da quel giorno fatale" HWV 99
Textdichter: Benedetto Pamphilj
Tanburi Mustafa Çavuş (1700-1770)
Bayati Şarkı
Vokalmusik im Modus Bayati
Antonio Vivaldi
Largo
aus dem Concerto d-Moll für Viola d'Amore, Laute, Streicher und Basso continuo RV 540
Anonym
Elçi Peşrev
Musik der Gesandten aus der Sammlung The Collection of Notations von Dimitrij Cantemir
Barbara Strozzi (1619–1677)
„Che si può fare“
Cantata aus Arie a voce sola op. 8
Textdichter: unbekannt
Arcangelo Corelli / Antonio Vivaldi
La Follia
Arrangement von 2 Kompositionen zu einem Stück
Georg Friedrich Händel
„No, no ch’io non”
Arie des Ottone aus der Oper Agrippina HWV 6 (Akt 3, Szene 10, Anh. 44a)
Textdichter: Vincenzo Grimani
Anonym
„Kahve Yemenden gelir“
Vokalkomposition
KÜNSTLERBIOGRAFIEN
Mehmet C. Yeşilçay lebt in München und ist Gründer sowie musikalischer Leiter der
Ensembles Pera, Ferahfeza und Emre. Er studierte Musiktheorie, Makamlehre und Laute (Ud) bei
Cinuçen Tanrikorur, ein Studium geistlicher Musik (Sufimusik) bei Seyyid Nusret Yeşilçay, sowie ein
Wirtschaftsingenieurwesen (Dipl. Ing.) an der FH München.
International bekannt wurde der Musiker durch Konzerte mit dem Ensemble Sarband, mit Concerto
Köln und Jordi Savall. Durch Konzerte und Bearbeitungen von Werken Eric Saties sowie Auftritten mit
großen Sufiorchester (Mevlevi), unter anderem in der Münchener Philharmonie, wo er musikalischer
Direktor war, machte er auf sich aufmerksam. Zudem hat er sich mit Neubearbeitungen der
Kompositionen von Händel-Arien für die Sopranistin Edita Gruberova beschäftigt und zahlreiche
andere Kompositionen für verschiedenste Besetzungen geschaffen. Im Rahmen des Mevlana Gedenkjahres
2007 der UNESCO stellte er das Programm Ich bin Wind, Du Bist Feuer, in Kooperation mit den
Bergischen Symphonikern (Solist Ahmet Özhan), zusammen. Ebenso feierte seine Komposition Qun
Premiere.
Es folgten CD-Produktionen (Le Fête du Serail, One God) und Konzerte mit L’arte del mondo,
eine Südamerika-Tournee mit Jordi Savall und Hesperion XXI, sowie die Berufung als Solist in
verschiedenen Projekten.
Auch in anderen Musikgenres ist Mehmet Yeşilçay heimisch. So arbeitet er seit Jahren für
Produktionen im Bereich Filmmusik, elektronischer Musik und Jazz und war ebenfalls mit seinem
Soloalbum Ex Oriente Lux erfolgreich. Für seine erfolgreiche Arbeit erhielt er zahlreiche Preise.
Im Pasticcio Armida statt Rinaldo trat der Musiker, der auch für die Zusammenstellung und
Arragenemts verantwortlich zeichnete, erstmalig 2010 bei den Händel-Festspielen in Halle
erfolgreich auf. Es folgten weitere Produktionen wie Harem,Istanbul, eine symphonische Dichtung für
Orchester, Chor und türkische Instrumente, und Music for the One God, uraufgeführt im April 2011 in
Istanbul in der Hagia Irena.
Pera, benannt nach einem Stadtteil Istanbuls in dem sich schon seit der Antike bis
heute Menschen verschiedener Herkunft, Rassen, Religionen und Kulturen treffen, wurde 2005 von den
aus Istanbul stammenden Musikern Mehmet Cemal Yeşilçay und Ihsan Özer gegründet. Zahlreiche
Konzerte im In- und Ausland machten das Ensemble mit verschiedenen Programmen zur
Völkerverständigung international bekannt. Pera kombiniert bei den Aufführungen musikalische
Tradition der osmanischen Musik (vokal und instrumental) mit historischer aber auch
zeitgenössischer Musik aus Europa, wobei musikwissenschaftliche und historische Forschungen die
Grundlage für das musikalische Wirken bilden.
Karten: 25 €


