Libretto: Bearbeiter unbekannt (nach Alessandro nell’Indie von Pietro Metastasio, Rom 1730,
Musik: Leonardo Vinci)
DIE PERSONEN
Poro Franco
Fagioli, Alt
Cleofide Veronica Cangemi, Sopran
Gandarte Kristina Hammarström, Alt
Erissena Sonia Prina, Alt
Alessandro James Gilchrist, Tenor
Timagene David Wilson-Johnson, Bass
KÜNSTLERBIOGRAFIEN
Der zu den weltweit erfolgreichsten Countertenören gehörende
Franco Fagioli wurde 1981 in San Miguel de Tucumán (Argentinien) geboren. Zunächst
studierte er Klavier, konzentrierte sich dann aber auf sein Gesangsstudium an der Kunstakademie des
Teatro Colón in Buenos Aires.
Franco Fagiolis Interpretation von Händel-Helden wie etwa Giulio Cesare, Ariodante, Teseo,
Bertarido und zuletzt von Rossinis Arsace in Aureliano in Palmira sorgten für eine Sensation. Mit
technischer Perfektion und seiner in jeder Stimmlage strahlenden Stimme setzte er neue Maßstäbe.
Auszeichnungen wie der vielbeachtete Premio Abbiati als „Bester Sänger des Jahres“ (2011) belegen
das und bilden die Eckpfeiler seiner internationalen Karriere. Mit der Titelpartie von Händels
Giulio Cesare wurde er in Zürich, Oslo und Karlsruhe stürmisch gefeiert. Er hat mit Dirigenten wie
Rinaldo Alessandrini, Alan Curtis, Diego Fasolis, Gabriel Garrido, Nikolaus Harnoncourt, Michael
Hofstetter, René Jacobs, Konrad Junghänel, Jose Manuel Quintana, Marc Minkowski, Riccardo Muti und
Christophe Rousset zusammengearbeitet.
Die Höhepunkte der letzen Spielzeiten waren u. a. Händels Teseo (Titelpartie) an der
Staatsoper Stuttgart, Ariodante (Titelpartie) bei den Händel-Festspielen in Karlsruhe, Bertarido in
Rodelinda beim Festival della Valle d’Itria in Martina Franca sowie die Partie des Telemaco in der
argentinische Erstaufführung von Monteverdis Il ritorno d’Ulisse in patria, Orfeo in Glucks Orfeo
ed Euridice am Teatro Colón in Buenos Aires, Nerone in L’incoronazione di Poppea an der Oper Köln
sowie an der Sächsischen Staatsoper Dresden und die Partie des Arsace in Rossinis Aureliano in
Palmira beim Festival della Valle d’Itria.
Die in Argentinien geborene Künstlerin
Veronica Cangemi begann ihre Laufbahn zunächst als Cellistin beim Mendoza Symphony
Orchestra. Erste Preise beim Nationalen Gesangswettbewerb in Argentinien und beim renommierten
Francisco Viñas-Wettbewerb in Barcelona begründeten jedoch ihre internationale Karriere als
Sopranistin. Mit ihrer leichten, geschmeidigen und gleichzeitig sehr emotionalen Stimme eroberte
Veronica Cangemi in den letzten Jahren weltweit die großen Konzert- und Opernbühnen. Auch wenn sie
singt, so scheint es, sucht die Argentinierin die Klangfarben des samtenen Celloklangs in ihrer
Stimme.
In Europa trat sie in Armide sowie Hänsel und Gretel auf. Sie war zudem Ensemblemitglied der
Opéra Lyon. Weitere Auftritte führten Veronica Cangemi an die wichtigen internationalen Opern- und
Konzertbühnen, u. a. nach Glyndebourne, Bordeaux, Lissabon, Graz, Florenz, München, Dresden,
Innsbruck, Berlin, Madrid, Paris, Buenos Aires, San Francisco, London, Venedig und zu den
Salzburger Festspielen.
In der Spielzeit 2011/12 ist die Sopranistin an der Wiener Staatsoper, am New National
Theatre Tokyo und zusammen mit Ivor Bolton an der Oper Amsterdam zu hören. Zahlreiche Konzerte mit
namhaften Barockensembles ergänzen ihre Tätigkeit.
Die Mezzosopranistin
Kristina Hammarström gehört zu den renommiertesten Opernsängerinnen Schwedens.
Ihre musikalische Ausbildung erhielt sie in Stockholm. Gastspiele brachten sie an international
wichtige Häuser wie etwa an die Mailänder Scala, die Opéra National de Paris, das Théâtre des
Champs-Elysées, die Opéra National du Rhin Strasbourg, das Chicago Opera Theater, die Königliche
Oper Stockholm sowie zu den Festspielen in Aix-en Provence, den Innsbrucker Festwochen und zum
Drottningholm Festival Stockholm.
Zu ihren Rollen zählen u. a. Bradamante (Alcina) an der Mailänder Scala, Cornelia (Giulio
Cesare) an der Opera Bilbao, Teseo (Arianna in Creta) in London, Birmingham, Brighton und
Braunschweig, Onoria (Ezio) in Paris, Wien, Montpellier und Herne. Ihr umfangreiches
Konzertrepertoire umfasst Werke von Bach, Händel und Mozart. Sie arbeitet regelmäßig mit führenden
Dirigenten wie Herbert Blomstedt, Daniel Harding, Philippe Herrewege, Manfred Honeck, Andrew Manze
und John Nelson zusammen. In Schweden war sie im Herbst 2011 mit dem Göteburger Symphonie Orchester
in Dvořáks Requiem zu hören.
Sonia Prina studierte Trompete und Gesang am Guiseppe Verdi Konservatorium in
Mailand. Seit 1997 ist sie vor allem in Barockopern zu hören. Ihre einzigartige Altstimme erfuhr
schnell internationale Beachtung.
Zu den Höhepunkten ihrer bisherigen Karriere gehören unter anderem die Rollen des Orlando in
Händels Orlando am Sidney Opera House, Clarice in Rossinis La pietra di paragone am Théâtre du
Châtelet in Paris, Rinaldo in Händels Rinaldo am Teatro alla Scala in Mailand, Bradamante in Alcina
und Cornelia in Giulio Cesare am der Bayrischen Staatsoper in München. Sonia Prina hat eine
besondere Vorliebe für Händel und arbeitet in diesem Zusammenhang mit namhaften Dirigenten wie Ivor
Bolton, Diego Fasolis, Ottavio Dantone und Rinaldo Alessandrini zusammen.
Die italienische Künstlerin tritt in ganz Europa, Südamerika und Japan auf – zusammen mit
wichtigen Barockorchestern wie Accademia Bizantina, Il Giardino Armonico und dem Ensemble Matheus.
Ihre nächsten Engagements wird Sonia Prina auf die Opern- und Konzertbühnen von Frankfurt a. M.,
Glyndebourne, Houston, Paris, Moskau und Barcelona führen.
James Gilchrist begann als Chorsänger am New College in Oxford und dem King’s
College in Cambridge, wo er Medizin studierte, bevor er sich 1996 zu einer professionellen Laufbahn
als Sänger entschloss. International bekannt wurde der Tenor 2000 als Teilnehmer der Bach Cantata
Pilgrimage des Monteverdi Choir und der English Baroque Soloists unter der Leitung von John Eliot
Gardiner. Er trat als Konzert-, Opern- und Oratoriensänger auf, etwa in Mozarts Requiem mit dem
Seattle Symphony Orchestra, in Berlioz’ L’enfance du Christ mit dem Monteverdi Choir &
Orchestra bei den BBC Proms, in Händels Judas Maccabaeus mit dem Danish Radio Orchestra und in
Johann Sebastian Bachs Weihnachtsoratorium mit dem Tonhalle Orchester Zürich unter Ton Koopman.
Die Opernauftritte Gilchrists umfassen u. a. Benjamin Brittens The Turn of the Screw an der
New Chamber Opera, Händels Acis and Galatea an der Berliner Staatsoper und Glucks Alceste an der La
Monnaie in Brüssel. Zum 60. Jahrestag des Kriegsendes sang er 2005 in der Aufführung von Brittens
War Requiem unter Thomas Neuhoff in der Bonner Beethovenhalle. Mit dem Bach-Verein Köln, ebenfalls
unter der Leitung von Thomas Neuhoff, arbeitet Gilchrist regelmäßig zusammen.
Der britische Bariton
David Wilson-Johnson studierte Moderne Sprachen am St. Catharine’s College,
Cambridge, und Gesang an der Royal Academy of Music in London. Während seiner mittlerweile vierzig
Jahre anhaltenden Karriere trat er auf den großen Opern- und Festivalbühnen der Welt auf. Er sang
unter bedeutenden Dirigenten wie David Atherton, Pierre Boulez, Frans Brüggen, Sir Colin and Sir
Andrew Davis, Charles Dutoit, Carlo-Maria Giulini, Hartmut Haenchen, Nikolaus Harnoncourt, Oliver
Knussen, Reinbert de Leeuw, Gustav Leonhardt, Sir Charles Mackerras, Zubin Mehta, Kenneth
Montgomery, André Previn, Sir Simon Rattle, Gennadi Rozhdestvensky and Evgeny Svetlanov.
Sein Operndebüt gab er 1976 im Covent Garden Theatre in Henzes We Come to the River. Weit
über zwanzig Jahre lang sang der Bariton dort regelmäßig. Sein umfangreiches Repertoire umfasst
Partien aus Billy Budd, Le Rossignol, L’Enfant et les sortilleges, Boris Godunov, Turandot,
Werther, Die Zauberflöte, Arianna, Cosí fan tutte, Die Meistersinger von Nürnberg u. a.
Neben seinen zahlreichen Auftritten als Opern- und Konzertsänger runden über 200 CD-Aufnahmen
David Wilson-Johnsons Profil als Musiker ab. Er lehrt in Amsterdam und London.
Der in Ravenna (Italien) geborene
Enrico Onofri arbeitete bereits wärend des Studiums als Konzertmeister der La
Capella Reial. Seit 1987 wirkt er als Konzertmeister und Solist von Il Giardino Armonico und
darüber hinaus in Ensembles wie Concentus Musicus Wien, Ensemble Mosaïques und Concerto Italiano.
Enrico Onofri ist Gründer und Leiter des 2000 ins Leben gerufenen Ensemble Imaginarium. Seit 2002
tritt er außerdem erfolgreich als Dirigent in Erscheinung. Einladungen zu internationalen
Festspielen in Europa und Japan folgten. Seit 2005 dirigiert er das Divino Sospiro, das
Residenz-Barockorchester des Centro Cultural de Belém in Lissabon.
Enrico Onofri arbeitet mit weltweit bedeutenden Künstlern wie Cecilia Bartoli, Nikolaus
Harnoncourt, Gustav Leonhardt, Katia & Marielle Labèque und Christophe Coin zusammen. Seine
zahlreichen CD-Aufnahmen wurden mit renommierten, internationalen Preisen ausgezeichnet.
Neben seinen Tätigkeiten als Dirigent und Violinist unterrichtet Enrico Onofri Barockvioline
und Historische Auffürungspraxis am Conservatorio Bellini in Palermo. Er hält regelmäßig
Meisterkurse in Europa und Japan, im Jahr 2011 auch an der Juilliard School in New York.
Das
kammerorchesterbasel steht für transparenten, flexiblen Orchesterklang und
Entdeckerlust auf der Suche nach neuen Wegen der Interpretation und die programmatische Kombination
von Alter und Neuer Musik in der Tradition von Paul Sachers Basler Kammerorchester. Es wurde 1984
von Absolventen verschiedener Schweizer Musikhochschulen gegründet. Heute gehören Einladungen zu
den wichtigsten Konzertorten und Festivals der europäischen Klassikszene für das Orchester ebenso
auf den Spielplan wie die eigene Basler Abonnementsreihe.
Das Orchester spielt gerne unter der musikalische Leitung der eigenen Konzertmeister und
schätzt die Zusammenarbeit mit wechselnden Dirigenten wie Paul Goodwin, Kristjan Järvi und Paul
McCreesh. Mit Giovanni Antonini erarbeiten die Musiker den Zyklus der Sinfonien Beethovens. Für die
Einspielung der Sinfonien 3 und 4 wurde das Orchester bereits mit dem ECHO Klassik als „Ensemble
des Jahres 2008“ ausgezeichnet. Die CD-Edition Klassizistische Moderne (Leitung Christopher
Hogwood) sowie die Einspielungen von Händels Opern und Oratorien nach der Neuen Hallischen
Händel-Ausgabe (Leitung Paul Goodwin) erfuhren uneingeschränktes Kritikerlob.
Renommiert ist die Liste der Solisten, welche gemeinsam mit dem kammerorchesterbasel
konzertieren, etwa Cecilia Bartoli, Sol Gabetta, Andreas Scholl, Angelika Kirchschlager, Matthias
Goerne, Sabine Meyer, Vesselina Kasarova, Angela Hewitt, Renauld Capucon, Victoria Mullova, Nuria
Rial.
Karten: 60, 45, 35, 25, 20 €


