Ensemble Artaserse
Violine
1
Alessandro Tampieri
Violine
2
Raul Orellana
Viola da
gamba Christine
Plubeau
Horn
Judith Pacquier, Richard Seda
Harfe
Angelique Mauillon
Perkussion
Michèle Claude
Cembalo / Truhenorgel Yoko Nakamura
Theorbe / Gitarre
Marco Horvat, Marcus Wolff
DAS PROGRAMM
Francesco Cavalli (1602–1676)
Sinfonia
aus der Oper L'Orione
Antonio Sartorio (ca. 1630–1680)
Duett „Cara e amabile catena"
aus der Oper Orfeo (Akt I, Szene 1)
Textdichter: Aurelio Aureli
Francesco Cavalli
Szene Linfea - Sattirino
aus der Oper La Calisto (Akt I, Szene 12-13)
Textdichter: Giovanni Faustini (nach Ovid Metamorphoses II, 401-530)
Francesco Cavalli
„Alle ruine del mio regno”
Lamento der Ecuba aus der Oper La Didone (Akt I, Szene 7)
Textdichter: Giovanni Francesco Busenello (nach Vergil Aeneis IV)
Giovanni Antonio Pandolfi Mealli (ca. 1620–1669)
Sonata terza „La monella romanesca” für Violine und Basso continuo op. 4 Nr. 3
Adagio – Presto – (-)
Francesco Cavalli
„Dove mi conducete“ / „Uscitemi dal cor lagrime amare"
Lamento des Idraspe aus der Oper L'Erismena
Textdichter: Aurelio Aureli
Francesca Caccini (1587–1640)
Canzonetta „Che desia di saper che cosa è amore"
aus Il primo libro delle musiche
Textdichter: unbekannt
Claudio Monteverdi (1567–1643)
„Sento un certo non so che“
Szene Valetto - Damigella
aus der Oper L'incoronazione di Poppea SV 308 (Akt II, Szene 4)
Textdichter: Giovanni Francesco Busenello
PAUSE
Giacomo Carissimi (1605–1674)
Duetto da camera „Vaghi rai"
Textdichter: Domenico Benigni
Barbara Strozzi (1619–1677)
Lamento „Sul Rodano severo" op. 2 Nr. 17
aus Cantate, ariette e duetti per due voci e basso continuo op. 2
Textdichter: unbekannt
Francesco Cavalli
„Vanne intrepido o mio bene"
Arie aus der Oper Statira, Pricipessa di Persia (Akt II, Szene 9)
Textdichter: Giovanni Francesco Busenello
Marco Uccellini (1603/1610? –1680)
A Gran Battaglia op. 8 Nr. 34
aus Sinfonie boscarecie op. 8
Giacomo Carissimi
Duetto da camera Partenza della sua donna: „Rimanti in pace"
Textdichter: Carlo della Luna
Giovanni Legrenzi (1626-1690)
Sonata a tre „La spilimberga" op. 2 Nr. 2
aus [18] Sonate a due e tre [libro primo] op. 2
Benedetto Ferrari (1603-1681)
„Amanti, io vi so dire" sopra la ciaccona
aus Musiche e poesie varie a voce sola, libro terzo
Textdichter: Benedetto Ferrari
Claudio Monteverdi
„Di misera regina“
Lamento der Penelope
aus der Oper Il ritorno d'Ulisse in patria SV 325 (Akt I, Szene 1)
Textdichter: Giacomo Badoaro (nach Homer Odyssee, Gesänge XIII-XXIV)
Giovanni Felice Sances (ca. 1600-1679)
Cantada à due sopra la ciaccona „Lagrimosa beltà"
Textdichter: unbekannt
KÜNSTLERBIOGRAFIEN
Der Countertenor
Philippe Jaroussky (geb. 1978) studierte zunächst Violine, Klavier und Komposition
an den renommierten französischen Musikakademien von Versailles und Boulogne. Sein Gesangsstudium
begann er 1996 bei Nicole Fallien, daran schlossen sich Studien in Alter Musik bei Michel Laplenie
und Kenneth Weiss an der Pariser Ecole de Musique National-Régional an.
Der Sänger tritt mit den renommiertesten Barockorchestern auf, wie dem Venice Baroque
Orchestra, Ensemble Matheus, Les Arts Florissants, Les Musiciens du Louvre, Le Concert d’Astrée, Le
Cercle de l’Harmonie, Concerto Köln, Freiburger Barockorchester und Europa Galante unter Dirigenten
wie Fabio Biondi, William Christie, Emmanuelle Haïm, René Jacobs, Marc Minkowski, Andrea Marcon,
Jérémie Rhorer und Jean-Christophe Spinosi.
Sein Repertoire umfasst die bekannten Arien der Barockzeit und vergessenes Repertoire, wie
von Caldara und Johann Christian Bach. Daneben widmet er sich aber auch den französischen Liedern
des Fin de Siècle, sowie zeitgenössischen Kompositionen. Marc-Andre Dalbavie komponierte für ihn
das Werk Sonnets de Louise Labé für Countertenor und Orchester, und 2012 wird die für Philippe
Jaroussky geschriebene Oper Caravaggio von Suzanne Giraud uraufgeführt werden. Im selben Jahr wird
er als Sesto Pompeo in Händels Oper Giulio Cesare mit Cecilia Bartoli bei den Salzburger
Festspielen zu hören sein.
Nach einem Sabbatical wird er ab Oktober 2013 mit dem Venice Baroque Orchestra und Andrea
Marcon auf Welttournee gehen.
Die Altistin
Marie-Nicole Lemieux gewann 2000 als erste Kanadierin den Ersten Preis und den
Sonderpreis für Liedgesang beim Queen Elisabeth International Music Competition in Belgien. Das
öffnete ihr das Tor zu einer steilen internationalen Karriere mit Solo- und Konzetrauftritten mit
den bedeutendsten Orchestern der Welt.
Auf der Bühne tritt Marie-Nicole Lemieux regelmäßig in großen Rollen auf – in Werken von
Berlioz, Debussy, Gluck, Händel, Honegger, Monteverdi, Mozart, Rossini, Verdi, Vivaldi und Wagner.
Jährlich wird sie an die wichtigen Häuser und zu den bedeutenden Musikfestivals in Europa und
Nordamerika eingeladen, etwa an die Staatsoper Berlin, das Concertgebouw in Amsterdam, das Théâtre
des Champs Élysées in Paris, die Walt Disney Concert Hall in Los Angeles oder das Théâtre de la
Monnaie in Brüssel.
Aufnahmen entstanden für verschiedene Labels, bevor Marie-Nicole Lemieux exklusiv bei NAÏVE
unter Vertrag genommen wurde. Für NAÏVE entstanden über zehn Aufnahmen, darunter ihre erste Solo-CD
L'Heure exquise, eine Sammlung französischer Kunstlieder mit Klavier, die von der Kritik euphorisch
aufgenommen wurde, sowie Vivaldis Griselda und Orlando furioso, in denen sie jeweils die Titelrolle
sang.
Auch ihre jüngsten Projekte führten sie nach Europa und Nordamerika. Sie sang in Falstaff am
Théâtre des Champs Élysées, in der Matthäus-Passion im Concertgebouw unter Bernard Labadie, in der
h-Moll-Messe in Washington mit dem National Symphony Orchestra und gab Konzerte mit Les Violons du
Roy in Québec City und Montreal. 2011 trat sie in Quebec und erneut in Europa auf, u.a. mit Orlando
furioso, Pélleas et Mélisande, Ariodante, Mahlers Achter Symphonie, Falstaff, Giulio Cesare und
Œdipe. 2012 singt sie in Rossinis L’italiana in Algeri an der Opéra de Lorraine (Nancy, Frankreich)
und erneut in Ariodante auf einer Europa-Tournee. Im Mai debutierte sie am Convent Garden Theatre
London in Falstaff.
Ihre CD Ne me refuse pas (2010) wurde von der Académie Charles Cros (Frankreich) als Bestes
Internationales Soloalbum ausgezeichnet. Ihre jüngste CD, Streams of Pleasure (2012, mit der
Sopranistin Karina Gauvin und Il complesso Barocco unter Alan Curtis), wurde für den Juno Award
nominiert.
2010 wurde Marie-Nicole Lemieux zum Doktor Honoris Causa der Quebec University in Chicoutimi
ernannt.
Im Jahr 2002, nach langer Zusammenarbeit in den renommiertesten Barockensembles in Frankreich
und anderen europäischen Ländern, schlossen sich Christine Plubeau (Viola da Gamba), Claire
Antonini (Theorbe), Yoko Nakamura (Cembalo und Orgel) und Philippe Jaroussky (Countertenor) zum
Ensemble Artaserse zusammen. Sie gaben im Oktober 2002 ein erstes und hochgelobtes
Konzert im Théâtre du Palais-Royal in Paris mit Musiche a voce sola des italienischen Komponisten
Benedetto Ferrari. Diese Musik wurde sofort aufgenommen und vom französischen Label Ambroisie
veröffentlicht und erhielt prestigeträchtige Auszeichnungen (Diapason-découverte der Zeitschrift
Diapason, 10 de Classica-Repertoire, Timbre de diamant der Zeitschrift Opera International u.a.).
Mit seiner Fähigkeit, sich in wechselnden Besetzungen an zahlreiche Repertoires u.a. mit
Musik von Antonio Vivaldi oder Georg Friedrich Händel anzupassen, spielte das Ensemble nach und
nach bei den bekanntesten Festivals in Frankreich, wie den Festivals von Ambronay, Zobel, Pontoise,
Saint-Michel-en-Thiérache, Festival de Musique Ancienne de Lyon, der Salle Gaveau, dem Auditorium
du Louvre und dem Théatre du Châtelet in Paris, dem Château de Versailles, der Oper Bordeaux, Nancy
Opéra usw.
Im Ausland trat Artaserse bereits im Palais des Beaux Arts in Brüssel, in der Escurial in
Madrid, dem Palau de la Musica in Valencia oder dem Festival von Santiago de Compostela (Spanien),
beim Festival der Azoren (Portugal), beim Prager Festival für Alte Musik, im South Bank Center, im
Barbican Center in London und in der Philharmonie in Krakau (Polen) auf.
Die Diskographie des Ensembles umfasst Benedetto Ferraris Musiche a voce sola
(Ambroisie-naïve) und zwei erfolgreiche Alben für Virgin Classics: Virtuose Kantaten von Vivaldi
und Beata Vergine mit italienischen Marienkompositionen des 17. Jahrhunderts (Timbre de Platine von
Opera International u.a.).
2010/11 gab Artaserse sein Debüt am Théâtre des Champs-Elysées mit Philippe Jaroussky und
Andreas Scholl und trat wieder im Barbican London und im Bozar in Brüssel auf, außerdem in
Stockholm sowie bei den Festivals des Haut-Jura, Saint-Michel, Angers und Nantes in Froville. Im
Juli 2011 ging das Ensemble erstmals mit Philippe Jaroussky auf Deutschlandtournee.
Karten: 55, 45, 25 €


