Dienstag, 5. Juni 2012 20:00 Dom zu Halle

Jordi Savall

und sein Orchester Le Concert des Nations


Jordi Savall


Le Concert des Nations

Georg Friedrich Händel
Concerto [a due cori] B-Dur (Concerto made from Choruses)
für zwei Bläserchöre und Streicher  HWV 332

Concerto grosso op. 6 Nr. 5 D-Dur HWV 323 (vgl. Ouverture zu HWV 76)

Concerto [a due cori] F-Dur
für zwei Bläserchöre und Streicher HWV 333

PAUSE

Arcangelo Corelli (1653–1713)
Concerto grosso op. 6 Nr. 4 D-Dur

Georg Friedrich Händel
Concerto grosso op. 6 Nr. 6 g-Moll HWV 324

Concerto [a due cori] F-Dur (Concerto in the Oratorio of Judas Maccabaeus)
für zwei Bläserchöre und Streicher HWV 334 (vgl. HWV 305)


Jordi Savall ist eine außergewöhnliche Figur in der heutigen Musikwelt. Seit mehr als dreißig Jahren beschäftigt er sich hingebungsvoll mit der Wiederentdeckung vergessener musikalischer Schätze, die er entweder mit seiner Viola da Gamba oder als Dirigent zur Aufführung bringt. Er hat ein für die Musikliebhaber der ganzen Welt wesentliches Repertoire mit seinen drei Ensembles - Hespèrion XXI, La Capella Reial de Catalunya und Le Concert des Nations, die er alle zusammen mit Montserrat Figueras gegründet hat, wiederbelebt und wurde damit einer der bedeutendsten Förderer der Alten Musik.
Er ist einer der begabtesten Musiker seiner Generation. Als Aufführender, Lehrender, Forschender und Schöpfer neuer musikalischer und kultureller Projekte wurde er zu einer der Hauptfiguren in der Aufwertung Alter Musik. Er zeigte, dass sie nicht nur für ein elitäres Publikum, sondern auch für ein immer jünger werdendes Publikum interessant sein kann.
Jordi Savall begann seine musikalische Ausbildung im Alter von sechs Jahren als Mitglied des Kinderchors seiner Heimatstadt Igualada (Katalonien), erlernte das Violoncellospiel und beendete 1964 seine Ausbildung am Konservatorium in Barcelona. 1965 begann er als Autodidakt sich mit der Viola da gamba und Alter Musik zu beschäftigen und vervollkommnete seine Studien 1968 an der Schola Cantorum Basiliensis. Dort wurde er 1973 der Nachfolger seines Lehrers August Wenzinger.
Er spielte über 170 CDs ein und gewann zahlreiche Preise, u. a. 2010 den MIDEM Classical Award für das CD-Buch Jérusalem, La Ville des deux Paix: La Paix céleste et la Paix terrestre und 2011 wurde das CD-Buch Dinastia Borgia mit dem Grammy Award 2011 in der Kategorie Best Small Ensemble Performance ausgezeichnet. 2008 wurden Monserrat Figueras und Jordi Savall von der UNESCO zu „Künstlern für den Frieden“ erklärt. 2008 und 2009 war er Botschafter der Europäischen Union für den interkulturellen Dialog und 2009 wurde er zum Händel-Preisträger der Stadt Halle ernannt.

Le Concert des Nations ist das jüngste der drei von Jordi Savall gegründeten Ensembles. Es entstand 1989 während der Vorbereitung des Projektes Canticum Beatae Virgine von Marc-Antoine Charpentier und wurde nach dem Sammelwerk Les Nations von François Couperin benannt, das die Vereinigung der „Geschmäcker“ symbolisiert und die Vision eines Europas der Künste entwirft. Das Repertoire reicht von Musik des Barock bis hin zur frühen Romantik, von Musik Bachs, Händels, Vivaldis bis hin zu Musik Boccherinis, Haydns, Mozarts, Beethovens und des baskischen Komponisten und Geigers Juan Crisóstomo Jacobo Antonio de Arriaga y Balzola.

LCDNLe Concert des Nations

Karten: 45, 35, 20 €


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