(Teilnehmerzahl begrenzt, Reservierung bis 15 Minuten vor Veranstaltungsbeginn möglich unter
0345 500 90 103,
ticket@haendelhaus.de)
Barthold Heinrich Brockes, Sohn eines wohlhabenden Hamburger Bürgers, studierte zwischen 1700
und 1702 in Halle Jura und lernte hier den wenige Jahre jüngeren Händel kennen. Nach Hamburg
zurückgekehrt, veröffentlichte er 1712 erstmals seine Passion „Der für die Sünde der Welt
gemarterte und sterbende Jesus“ und wurde damit als Dichter berühmt. Der Text löste eine Art
Kompositionswettbewerb aus, an dem sich unter anderen auch Händel beteiligte. Mit der sehr
bildhaften, emotionsgeladenen Sprache seiner religiösen Dichtungen traf Brockes offenbar ganz den
Nerv seiner Zeit.
Die Ausstellung würdigt das Schaffen des mit Händel befreundeten Hamburger Senators und
Dichters und präsentiert neben bildlichen Darstellungen auch wertvolle Manuskripte und frühe
Drucke. Sie ist ein Beitrag zum Jahr der Musik in der Luther-Dekade in Verbindung mit der
Jahresausstellung der Franckeschen Stiftungen „Weil sie die Seelen fröhlich macht. Protestantische
Musikkultur seit Martin Luther“.


